Dienstag, 27. März 2018

Gravierte Eier

Kennt ihr diese schönen gravierten Ostereier? Ich finde sie bezaubernd. Letztes Jahr habe ich das schon einmal ausprobiert, ist mir aber nicht gut gelungen. Der Dremel lag mir viel zu schwer in der Hand und irgendwie hat das nicht so geklappt. Da ich immer noch den Karton mit Gänseeiern im Bastelschrank hatte, habe ich es  - diesmal mit einem kleinen Graviergerät - erneut versucht. 


Nachdem ich ein paar einfache Lochmuster mit unterschiedlich großen Löchern ausprobiert hatte um ein Gefühl dafür zu bekommen, habe ich mich an etwas aufwendigere Muster gewagt. 
Dafür habe ich die Linien zuerst mit einem Bleistift vorgezeichnet.


Mit einem kleinen Bohrer habe ich zunächst feine Löcher gebohrt und diese dann mit etwas größeren Aufsätzen in unterschiedlichen Stärken ausgeschliffen.


Man sieht an den großen Löchern sehr deutlich die Schalenhaut, die sich innen an der Eierschale befindet und nach dem Schleifen fransige Stellen hinterlässt. Um diese Schalenhaut zu entfernen gibt es nun eine Menge Tips im Netz. Variante 1: Die Eier in Danklorix oder andere scharfen Desinfektionsreiniger einlegen, Nachteil: die Eier verfärben sich - diese Variante habe ich nicht ausprobiert. Variante 2: Die Eier in Essig legen. Nun habe ich im Physik-Unterricht vor zig Jahren mal aufgepasst und dachte mir: Eierschale = Kalk und Essig .... ob sich das verträgt? Ich habe also ein Ei für ein paar Stunden in Essigwasser gelegt und man konnte schon eine Reaktion auf der Schalenoberfläche sehen. Nach 4 Stunden habe ich das Ei herausgenommen, die Schale fühlte sich rauher an und war auch nicht mehr ganz so stabil. Die Schalenhaut hatte sich aber nicht zersetzt. Beim Versuch sie dann mit einer Pinzette durch das kleine Loch zu entfernen ist mir das Ei zerbrochen. Der Beweis: Die Schale ist dünner geworden, die Schalenhaut unversehrt:


Den Tip einer Bekannten, die Eier müssten über Nacht in Essig liegen um die Schalenhaut zu entfernen habe ich wider besseren Wissens befolgt. Bei ihr hat es funktioniert, also habe ich die Sorge, dass die Schale dann zu sehr angegriffen wird ignoriert - ein bööööööser Fehler.  Am nächsten Morgen fand ich eine große Schaumbildung auf den Eiern und beim Herausnehmen hatte ich nur noch weiche Hüllen in der Hand. Die kompletten Eierschalen aufgeweicht, instabil wie ein Stück Stoff, die Schalenhaut ... unversehrt ....


Ich habe mich schwarz geärgert, vor allem, weil ich alle Eier auf einmal hinein gelegt habe. Hätte ich doch nur erst eins ausprobiert - zu spät. In meinem Frust habe ich noch einmal neue Gänseeier gekauft, zusätzlich noch ein kleines Bohrerset mit Bohrern von 0,3 - 1,2 mm für das Graviergerät und alles wieder auf Anfang. 


Es sind noch ein paar sehr schöne Eier entstanden. 


Die Schalenhaut sieht man an den größeren Löchern, das ist mir egal. Ich starte keine Versuchsreihen mehr, aber ich nehme - rein interessehalber - gerne Tips zur Entfernung der Schalenhaut entgegen.


Ein paar Eier habe ich verschenkt, die restlichen für meine Osterdeko verwendet.

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Kommentare:

  1. Die Eier sind sehr schön geworden!
    Ich hoffe,der Ärger über das misslungene Essigbad ist verraucht!
    Auf jeden Fall frohe Ostern!
    ReNAHTe

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  2. Liebe Carolyn, die Eier sind wunderschön. Was für ein Graviergerät hast Du dafür benutzt. Ich habe auch einen Dremel und dasselbe Problem. Er liegt für so diffizile Arbeiten zu schwer in der Hand.
    Liebe Grüße,
    Gabi

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Vielen lieben Dank für eure Kommentare! Ich freue mich sehr darüber.
Carolyn
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