Donnerstag, 25. Juli 2024

Kartenhüllen für ATCs

Als ich meine erst ATC verschicken wollte, musste ich fix eine Hülle anfertigen. Ich hatte eine Idee und die Hülle war fix fertig, war aber eher ein Prototyp. Nachdem sie verschickt war, habe ich die Idee ausgearbeitet und einige weitere Hüllen für kommende Tauschpartien gefertigt. Natürlich kann man auch spezielle Cellophanhüllen kaufen, aber die meisten sammeln die Karten eh in einem Album mit Klarsichthüllen, da kann man sich dieses zusätzliche Plastik auch sparen. Gebastelt habe ich die Hüllen aus Butterbrotpapier, relativ einfach und fix und trotzdem hübsch.


Ich habe Butterbrotpapier von der Rolle verwendet, das nutze ich zum Beispiel auch zum Abpausen.
Die Rolle ist 25 cm breit, davon habe ich einen Streifen von 16 cm abgeschnitten.


Den 16 cm breiten Streifen habe ich quer in der Mitte geteilt,
so dass zwei Stücke à 16 x 12,5 cm entstanden sind,
das ergibt zwei Hüllen.


Das Blatt mit Breite 16 und Höhe 12,5 cm 


wird zunächst in der Breite gefaltet. 
Bild 1: Die Seiten werden so weit zur Mitte eingeschlagen, dass eine Breite von 7 cm entsteht. Dort wo sie sich überlappen werden sie zusammengeklebt. Ich habe dafür einen Kleberoller verwendet, der ist nicht nass und es wellt sich nicht. An der unteren Kante wird 1 cm nach oben geknickt, dabei die Ecken schräg einschlagen. Bild 2: den umgeknickten Streifen mit Washi-Tape fixieren. Bild 3: an der Oberkante 1,5 cm umknicken, dabei auch hier wieder die Ecken schräg einschlagen. Bild 4: Ich habe auf der Vorderseite unten ebenfalls einen Streifen Washi-Tape angebracht. - Fertig. 


Die Hüllen sind zugeklappt 7 cm breit und 10 cm hoch, 
da passen die ATC prima hinein (2,5"x3,5" = 6,35 x 8,89 cm) und haben noch etwas Luft.
Das ist nicht verkehrt, wenn ATC etwas dicker sind, weil viel aufgebracht wurde.
Mir gefallen Sie prima und so können die Tauschkarten perfekt geschützt verschickt werden.


verlinkt bei:

Dienstag, 23. Juli 2024

Ein Regenbogen aus der Küche

In meiner Küche ist ein Regenbogen entstanden.
Die jüngste Enkelprinzessin feierte gerade ihren

4. Geburtstag

und steht zur Zeit auf

Regengen

Da fiel mir das Motiv für die Torte nicht schwer. Dieses Mal hat die Torte nicht das sonst übliche Fotoshooting bekommen. Da sie relativ hoch war und im Inneren aus vielen Schichten bestand, hatte ich Sorge, sie würde die 500 km Fahrt ins Ruhrgebiet nicht heil überstehen. Also habe ich die Tortenrandfolie, die ich beim Schichten von außen drum herum lege und erst nach dem fest werden im Kühlschrank abnehme um den Rand einzustreichen, an der Torte gelassen. Die Creme für den Rand kam in einer Schüssel mit und so kam die Torte heile an. Der Ritt im Clio durch die übervolle Autobahn wurde durch etliche Staus so in die Länge gezogen, dass ich mit einer guten Stunde "Verspätung" eintraf, quasi genau in dem Moment, als die Party starten sollte. Da musste es schnell gehen: ab in die Küche, Torte auspacken, Randfolie abziehen, schnell den Rand einstreichen - Mist, ich hatte meinen Spatel vergessen, also provisorisch mit einem Tortenheber eingestrichen - nicht so ordentlich wie sonst, aber egal - die geplanten bunten Zuckerperlen auf dem Rand blieben kurzentschlossen ebenfalls in der Dose und zack, die Torte auf den Kaffeetisch gestellt, wo schon alle Gäste mit der Kuchengabel wedelten.


Oben auf der Torte wollte ich einen Regenbogen mit Obst darstellen, Kiwi anstelle von Weintrauben wären wohl ein besseres Grün gewesen und die Clementinen war auch nicht wirklich Orange, sie haben sich kaum von der Nektarine mit dem kräftigen Gelb abgehoben. Die orangefarbene Kerze ich Form einer 4 hatte ich vergessen... meine Tochter hatte noch einen Regenbogenstecker zur Hand. So hat die Torte dieses Mal von außen nicht viel her gemacht, dafür aber der Regenbogen von Innen:


Die Enkelprinzessin war begeistert und die Torte war wirklich sehr lecker. Es war relativ aufwendig die Böden alle einzeln zu backen. Ich habe immer zwei Böden gleichzeitig in den Backofen geschoben, da ich glücklicherweise zwei 26er Springformen habe, also drei Mal 15 Minuten Backzeit. Wer jetzt genau hinschaut: es sind sechs Böden und ein Regenbogen hat eigentlich sieben Farben, aber ich dachte dunkelblau und hellblau, daraus mach ich einen Boden, die Torte ist eh schon ziemlich hoch. Die Böden habe ich zuerst dünn mit Aprikosenmarmelade eingestrichen bevor die Creme darauf kam. So waren sie schön saftig, frisch und insgesamt schön locker und lecker. Das Rezept werde ich mir merken. Die Frischkäse-Creme war ebenfalls sehr lecker und vor allem leicht, so war die Torte, auch wenn sie rein gewichtstechnisch ordentlich schwer war, zum Genießen doch eher leicht. Das Rezept hatte ich von hier.


Ebenfalls üblich ist bei den beiden Mädels meiner Tochter das Geburtstagsshirt mit Zahl. Durch die Knie OP war ich nicht sicher, ob ich das zeitlich hin bekommen, also habe ich ein Shirt gekauft und die Geburtstagszahl mit Sternchen in Glitzerweiß sowie ihren Namen in Pink mit Bügelfolie aufgebracht. Die habe ich gekauft, den Namen konnte man personalisiert bestellen. Das hat, wie schon bei den Sofakissen, prima geklappt.


Als Astrid Lindgren das Zitat
Sei wild, frech und wunderbar
in den Sinn kam,
muss sie genau an Mädchen wie Rosalie gedacht haben.



Die Torte wandert noch auf das BINGO:


verlinkt bei:

Freitag, 19. Juli 2024

Aquarellversuche mit neuem Material

Achtung Werbung - unbezahlt und unbeauftragt!

Ich hatte euch hier und hier meine ersten Aquarellversuche gezeigt. Da mir das Malen mit Buntstiften sehr viel Spaß macht - normalerweise male ich sehr gerne mit meinen Polychromos - gefällt mir die Aquarellmalerei mit Aquarellbuntstiften auch sehr gut. Ich wollte meine Fähigkeiten ausbauen und habe mir diverse Videos bei YouTube angeschaut. Dann habe ich mir eine Anleitung von alexandra.art.design vorgenommen um das Motiv nachzuarbeiten.

Mein Versuch (Bild unten) hatte aber so gar nichts mit der Anleitung (Bild oben) gemein. Mein Problem war, dass sich weder der Hintergrund so sanft und blass verwischen, noch die Zeichnung so deutlich anfertigen ließ. Für die Umrisse der Herzen musste ich schon feste aufdrücken um einen  Farbauftrag zu bekommen und mehrfach darüber zeichnen. Auch das verpinseln der Farbpigmente hat nicht so funktioniert wie es sollte. 


Je mehr ich versucht habe, die Farben mit dem Pinsel zu verwischen,
umso mehr fing das Papier an zu fuseln.
Man sieht auf dem nachfolgenden Bild die Papierkrümel sehr deutlich.


Bei beiden Versuchen hat sich außerdem das Aquarellpapier extrem stark gewellt,
sogar bei dem blauen Motiv, wo ich nur den Hintergrund verwischt habe.
Bei dem rosafarbenen Blatt ist mir beim Entfernen des Klebebands
dann auch noch ein Stück Papier mit abgerissen.


Das rosafarbene Bild ist Schrott, ich überlege noch, aus dem nicht zerflusten Teil ein paar Herzchen auszustanzen. Das blaue Bild wurde zur Grundlage für die National Seashell Day Karte.

Woran liegt es aber nun, dass das nicht funktioniert hat? Mir war schon bei den Meerjungfrauen und auch bei dem Herbstlaub aufgefallen, dass nach dem vermalen mit Wasser noch deutlich die Zeichenstriche zu sehen waren, sich die Farbpigmente also gar nicht richtig gelöst haben. Das flusende Papier war definitiv eine schlechte Qualität und ich denke die Stifte auch, denn die Farbpigmente müssten sich viel leichter mit Wasser vermalen lassen. Tatsächlich hatte ich bei den Aquarellbuntstiften damals ein preiswertes No-Name-Produkt gewählt und das Ringbuch mit dem Aquarellpapier war aus dem Billig-Laden / 1-Euro-Shop. Obwohl es sehr dick ist, ist die Qualität aber offensichtlich weniger gut. Wie schon meine Oma sagt "wer billig kauft kauft doppelt" hätte ich wohl besser gleich in gutes Material investieren sollen. 
Da mir die Aquarellmalerei sehr gut gefällt und ich meine Fähigkeiten gerne ausbauen möchte, habe ich also investiert und mir neue Stifte gekauft. Ich habe mir diverse Lernvideos angeschaut und dort wurde häufig mit mit den Albrecht Dürer Aquarellstiften von Faber Castell gearbeitet. Immerhin bin ich seit mittlerweile über 10 Jahren ja auch von den Polychromos dieser Firma überzeugt. Außerdem habe ich auch neues Aquarellpapier bestellt, dabei habe ich mich ebenfalls auf die Empfehlungen aus den Lernvideos verlassen.


Als erstes wurden die neuen Stifte geliefert, ich habe mich für eine mittlere Größe im Metalletui mit 36 Farben entschieden. Von dem Metalletui bin ich durch meine Polychromos überzeugt. Es ist definiv stabil aber nicht so kostspielig wie die Luxusversion im Holzkasten. Wobei ich ja Holz liebe... aber die Ausführung kann ich mir nicht leisten. Die neuen Stifte wurden auch sofort noch auf dem alten vorhandenen Aquarellpapier ausprobiert. Allein davon war ich schon begeistert. Was für ein Unterschied. Die Farbpigmente lassen sich ohne Druck wunderbar satt auftragen und anschließend perfekt mit Wasser lösen und verpinseln.


Da sieht man keinen gezeichneten Stellen mehr, dafür schön mit Wasser vermalte Flächen.
Im Vergleich dazu noch einmal das Bild mit den Billig-Stiften, obwohl gut und viel mit Wasser
vermalt wurde, haben sich die Farbpigmente nicht gelöst und sitzen auf der Struktur des Papiers.
Das Papier ist bei beiden Bildern das Gleiche.


Das Ergebnis ist sehr deutlich und hat mich motiviert,
mich noch einmal an dem Herzmotiv von ganz oben zu versuchen:


Die Farbpigmente der neuen Stifte lassen sich prima verteilen und verblenden.
Das alte Papier wellt sich aber leider sehr stark,
ich werde es definitiv aussortieren.


Nach dem Pressen ist es etwas glatter.
Das Motiv ist für den Anfang erst einmal ok.


Ein paar Tage später wurde dann das neue Papier geliefert. Ich habe mich für acquarello Artistico von Fabriano entschieden. Das Papier besteht aus 100% Cotton, hat ein Gewicht von 300g/m² und ist kalt gepresst - ja ihr lest richtig, kein Öl sondern Papier. Bei Aquarellpapier gibt es die Varianten kalt gepresst und heiß gepresst. Kalt gepresstes Aquarellpapier hat eine raue bis matte Oberfläche und ist für alle Aquarellarbeiten geeignet, heiß gepresstes hat eine glatte Oberfläche für sehr feine Pinselarbeiten. Ich habe mich für einen Block mit den Maßen 12,5 x 18 cm entschieden.
Mit dem guten Papier wurde sofort ein Versuch gestartet und zwei Motive nebeneinander gemalt. Bei dem linken Motiv habe ich die "Billig-Stifte", das No-Name-Produkt aus Fernost verwendet, bei dem rechten Motiv die Albrecht Dürer Aquarellstifte von Faber Castell. Ich habe bei beiden Motiven die Stifte jeweils schräg gehalten und einen vergleichbaren Farbauftrag erstellt, diesen dann gleichmäßig mit dem nassen Pinsel vermalt. 


Man sieht sehr deutlich wie links die Farbpigmente auf der Papierstruktur sitzen und sich trotz aller Bemühungen nicht vermalen ließen. Im Gegensatz dazu rechts: bei den Faber Castell Stiften ließen sich die Farbpigmente ohne Probleme lösen und vermalen. Das Papier hat sich im nassen Zustand leicht gewellt (aber kein Vergleich mit dem Billig-Papier), war in trockenem Zustand aber wieder relativ glatt. Es ist rundum auf dem Block verleimt und nur an einer Ecke lose. Von der Ecke aus habe ich es mit einem Künstlerspachtel rundum gelöst (wurde in einer Video Anleitung so gezeigt und hat sich positiv bewährt).


Die beiden Motive werde ich als Hintergrund für Karten oder ATCs verwenden. Auf jeden Fall aber habe ich die Billig-Produkte, sowohl Stifte als auch Papier, bereits entsorgt... Mit den guten Stiften und dem ebenfalls guten Papier werde ich meine Fähigkeiten definitiv verbessern können. Gutes Handwerkszeug macht sich eben doch bezahlt. 


Anschließend habe ich mit allen neuen Stifte auf dem neuen Papier eine Farbskala erstellt, denn die Farben sehen in gelöstem Zustand anders aus als auf dem Stift. Bei den ersten Farben habe ich jeweils ein Stück nicht mit Wasser verwischt, das habe ich bei den anderen beiden Blättern vergessen. Aber ich habe mir die Farbnummern anschließend dazu notiert, so dass ich mich darüber für den richtigen Farbton entscheiden kann. (Bild anklicken und vergrößern, dann ist es deutlicher).


Außerdem konnte ich anhand meiner erstellten Farbskala und der Farbliste des Herstellers schauen, welche Farben mir vielleicht noch fehlen bzw. für mich noch zusätzlich interessant wären.


In der Zwischenzeit wurde noch ein weiteres Aquarellpapier geliefert - ja hier wird geliefert, denn ich habe im Umkreis keine Läden um solche Dinge zu kaufen. Ich müsste wahrscheinlich bis nach Flensburg oder Kiel fahren, also nutze ich die Möglichkeit des Online Einkaufs. Das werde ich nun auch noch ausprobieren und dann wieder berichten. Ich hoffe dieser Beitrag hat euch gefallen, gebt mir doch bitte dazu eine Rückmeldung über die Kommentarfunktion, auch gerne, wenn ihr den Beitrag zu lang oder zu langweilig findet.

Alle Artikel wurden von mir gekauft und bezahlt,
die geschilderten Eindrücke und Vergleiche sind meine persönliche Meinung.