Donnerstag, 28. Mai 2026

Lieblingsfarben

Anita fragt beim BINGO nach der Lieblingsfarbe.
Nun ja, da geht es mir eigentlich wie bei den Lieblingsblumen:
einen einzigen Liebling habe ich nicht. 


Kleidungstechnisch bevorzuge ich mittlerweile Blautöne, weil mir die ganz einfach am besten stehen. Blau gibt es in so vielen Nuancen und es lässt sich wunderbar mit weiß, beige, sand, taupe und braun kombinieren. Ich mag aber auch Beerentöne sehr gerne. Dazu habe ich mich in letzter Zeit öfter mit dem Thema Farbberatung / Farbtyp beschäftigt, denn aufgrund meines Alters (ach du Schreck, ich nulle dieses Jahr) haben sich sowohl Haar- als auch Hautfarbe verändert und tatsächlich sogar meine Augenfarbe zumindest in der Nuance. Meine braunen Haare hatten immer einen leichten rötlichen Schimmer mit tollen Reflexen, vor allem in der Sonne. Mit zunehmendem grauen Haar habe ich dann viele Jahre diese Farben künstlich aufgetragen. Seit nahezu genau drei Jahren färbe ich nicht mehr, habe die langen Haare mehrfach ordentlich gekürzt und mittlerweile ist alles gefärbte rausgewachsen - leider auch der natürliche rötliche Schimmer. Das Braun ist heller als früher, genau wie die Haut, nun ja, ich vermute, ich bin farblich zu einem Sommertyp geworden, ganz sicher bin ich aber - trotz dutzender konsumierter Videos und Artikel - auch da nicht.

Wohntechnisch gibt es bei mir fünf Jahreszeiten und mit diesen wechseln auch meine Lieblingsfarben. Ja, ihr habt euch nicht verlesen, ich habe fünf Jahreszeiten die ich entsprechend dekorativ umsetze: Winter, Frühling, Sommer, Herbst und Weihnachten. Das ist auch der Grund, warum ich seit vielen Jahren Wände und Böden gerne neutral halte. Früher hatte ich farbige Wände oder auch Tapeten mit Mustern. In jüngeren Jahren habe ich da viel ausprobiert und alle Farbtrends mitgemacht. Ich kann mich an blau und lila erinnern, dann hatte ich - wie viele Frauen - auch meine mediterrane Phase mit Terracotta-Tönen. Ich habe aber festgestellt, wenn man Wände in kräftigen Farben gestaltet, sieht man sich eher daran satt. Die sind dann irgendwann einfach zu viel und "nerven". Außerdem ist man dekotechnisch immer an diese eine Hauptfarbe gebunden. Von der Terracotta-Phase bin ich dann auf neutrale Farben gewechselt und meine Wände waren einige Jahre lang hell sandfarben, dann bin ich auf hellgrau-pastelltaupe geschwenkt, bis ich vor drei Jahren bei weiß angekommen bin. Weiß fand ich viele Jahre kalt und ungemütlich, aber ich habe mich zu einem klaren geradlinigen Einrichtungsstil entwickelt und das passt zusammen, vor allem, wenn hier und da eine Akzentwand in hellem taupe oder sand gestaltet ist. So bin ich für jede Dekoration offen und keine Farbe beißt sich. Durch diese regelmäßige Umgestaltung mittels Deko, wird keine Farbe langweilig oder "zuviel".

Das Jahr beginnt mit dem Winter. Da mag ich die Farben weiß, creme, grau, taupe, silber und dazu - auch wenn ich sonst nicht so auf Glitzer stehe - etwas silberfarbenen Glitzer. Das sind meine Winterfarben, das ist Eis und Schnee. Das habe ich auch schon mal mit Eisblau kombiniert, davon aber keine Fotos gefunden.


Dekorativ sieht das dann so aus:


Im Frühling, der bei mir persönlich am 1. März beginnt,
liebe ich Pastellfarben, was sich in meiner Deko widerspiegelt. 



Der Sommer beginnt bei mir am ersten Juni und da ist meine Liebe zum Meer erkennbar.
Meine Sommerfarben sind sehr maritim: Blau- und Sandtöne in Kombination mit weiß.


In diesen herrlichen Sommerfarben dekoriere ich dann alle Zimmer,
mein Schlafzimmer hingegen ist das ganze Jahr hindurch in diesen Farben gestaltet


Der Herbst ist bunt, bei mir spiegelt sich das allerdings in gedeckten Farben wieder. 
Da mag ich Beerentöne in Kombination mit sanften Brauntönen und hier und da auch
einmal ein kräftigerer Farbton als Akzent.


Bei der Deko fällt mir beim Betrachten der Bilder auf,
dass ich dazu auch wieder weiß und cremetöne verwende. 
In der Küche gibt es dann auch ganz gerne mal ein kräftiges Orange in Form von Kürbissen.


Ja und dann gibt es da noch die fünfte Jahreszeit: die Advents- und Weihnachtszeit. Die ist bei mir seit vielen Jahren klassisch rot-weiß. Bei der Weihnachtsdeko habe ich, wie schon bei der ganzen Wohnung oben beschrieben, viele Jahre ausprobiert und bin Farbtrends gefolgt. Ich kann mit an blaue, lilafarbene und silber-weiße Weihnachtsbäume erinnern, an terracottafarbene Kugeln mit Naturdeko (Zapfen, Strohsterne, Zimtstangen etc), danach hatte ich für eine kurze Zeit (zwei oder drei Weihnachtsfeste) braune und bronze-farbene Kugeln am Baum, das hatte ich schnell über, denn ich bin eher der Silbertyp und zu braun und bronze passte nur gold.


Seit 2011 - da habe ich gerade extra in den alten Fotos nachgesehen - ist die Weihnachtszeit bei mir rot-weiß. Im letzten Advent hatte ich einen Rückblick auf die vielen rot-weißen Adventsgestecke der letzten Jahre gebloggt.


Ich habe meine Farben im Laufe des Lebens gefunden. Anfangs probiert man sich aus, geht auch mit diversen Trends, bis man seinen eigenen Stil entwickelt. Aber auch der ist nicht in Stein gemeißelt, denn wie das ganze Leben, so verändert sich auch der Mensch, er entwickelt sich weiter - es wäre auch schlimm, wenn das nicht der Fall wäre.
Insgesamt gibt es wenig Farben die ich nicht mag, gelb zum Beispiel. Knallige Farben sind nicht meins, eher gedeckt oder pastellig.

So, nun habt ihr eine Abhandlung über meine "Lieblingsfarben" gelesen - grins.
Immerhin habe ich damit ein weiteres BINGO Feld gefüllt.

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Carolyn
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