Samstag, 4. September 2021

Ausflug in die Wikingerzeit - Haithabu Teil 2

Ein kleiner Reisebericht, aufgrund der Verlinkung etc der Hinweis: Achtung Werbung!
Wir waren privat dort und haben auch das Eintrittsgeld selbst bezahlt.


Für alle, die den ersten Teil nicht gelesen haben, den findet ihr hier:
Ausflug in die Wikingerzeit - Haithabu Teil 1

Nach einem schönen Spaziergang hatten wir das Wikingerdorf erreicht.

Im Vergleich mit anderen Freilichtmuseen ist es winzig, es besteht aus gerade mal sieben Häusern. Die Häuser werden mit einem Ständerwerk aus Holz gebaut. Die Pfähle werden in den Boden eingegraben,  die Flächen zwischen den Balken mit Astgeflecht ausgefüllt und dieses dann mit Lehm verputzt. Die Häuser haben Schilfdächer.


Ganz links im Bild sieht man noch die Herberge, dieses Haus ist das Haus des Holzhandwerkers.
Es gibt im Dorf regelmäßig Vorführungen, heute saß hier eine Frau die mit einer Nadelbinde-Arbeit beschäftigt war. Mit der Technik des Nadelbindens wurden flächige Textilien hergestellt. Auf den ersten Blick sind die Textilien einer gestrickten oder gehäkelten Art ähnlich.
Wer sich dafür interessiert, findet hier eine Anleitung und etwas zur Geschichte des Nadelbindens.


Am Haus der Händler hingen interessante Hängekreuze die ich mir aus der Nähe angeschauen musste. Diese Kreuze, an die man Waren hängen kann, sind tatsächlich aus einem Stück Baum geschnitzt. In einem der Häuser sah ich auch so ein Teil, das hing direkt über dem Ofen, um daran benötigte Utensilien aufzuhängen. 


Die sehr schmale Gasse zwischen dem Haus der Händler und dem Haus des Tuchhändlers.


Im Haus des Tuchhändlers konnten wir einen alten Webstuhl sehen mit tönernen Gewichten.


Im Wohn- und Schlafbereich standen an beiden gegenüberliegenden Wänden die Podeste mit Fellen, dazwischen eine Heizstelle.


Die Kampfausrüstung: Helm, Axt, Schild.


Einige Häuser hatten einen Garten,


immer mit Flechtzaun abgegrenzt.



Ofen im Haus


Links oben im Bild ist eine Rauchklappe zu sehen. Dieses Stück Wand wurde nicht mit Lehm verputzt. Zum Lüften wurde das aufgesteckte Brett einfach abgenommen.


Im Versammlungshaus gab es nur einen übergroßen Tisch mit einer Bank davor und einem Stuhl.


Der Stuhl hat mich fasziniert,


eine sehr schöne Handarbeit.


Blick zur Rückseite der Häuser, links im Bild ein Brunnen.


Dieser Runenstein, ca. 140 cm hoch, ist eine Nachbildung, die Originale stehen alle im Museum.


Überreste eines Bootes


Diese Dame hat gezeigt, wie Wolle gefärbt wird. 


auf dem Weg zum Steg.


Auf einer Wiese werden in Aktionen unterschiedliche Handwerke gezeigt.
Diese Frau hat Lederwaren hergestellt.


Am Steg


Blick Richtung Museumshaus, na wer sieht es?


Der Hafen / Steg und im Hintergrund das Wikingerschiff


Das Schiff kreuzte den ganzen Tag über die Bucht.


Blick zurück vom Weg zum Dorf.


Der Ausflug war sehr schön, wenn auch anstrengend bei der Hitze an dem Tag. Wir haben sehr
viel gesehen, sowohl im Museum als auch draußen im Dorf und natürlich die Natur ringsum. 

Zum Abschluss noch ein offizielles Bild:

© Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen

Wer sich mehr mit der Geschichte vertraut machen möchte findet einen sehr
informativen Bericht mit tollen Bildern im GEO Magazin "Weltkulturerbe Haithabu".

Der Bericht von der Unesco zur Geschichte Haithabus ist hier zu finden.

Infos zum Museum gibt es hier.
verlinkt bei:

Freitag, 3. September 2021

Ausflug in die Wikingerzeit - Haithabu Teil 1

Ein kleiner Reisebericht, aufgrund der Verlinkung etc der Hinweis: Achtung Werbung!
Wir waren privat dort und haben auch das Eintrittsgeld selbst bezahlt.

Ich hatte ja bereits berichtet, dass wir (mein Bruder, meine Schwägerin und ich) einen Ausflug nach Haithabu gemacht haben. Da es der erste größere Ausflug seit meiner "Fußgeschichte" war, habe ich  mich auch mit möglichst wenig Gepäck auf den Weg gemacht: einem kleinem Rucksack nur mit den nötigsten Utensilien wie Portemonnaie, Handy, Wasserflasche, etc. Ich habe also bewusst auf meine Kameraausrüstung verzichtet und mich auf die Qualität der Bilder meines neuen Handys verlassen.

Vom Parkplatz aus führte ein kleiner Weg zum Museumhaus. Wir kamen an einer Wiese mit einer dreieckigen Stele sowie einem Memoria für Ansgar, den "Apostel des Nordens" vorbei. Er war ein Benediktinermönch, Seelsorger und Bischof der 849 n.Chr. bei Haithabu eine Kirche gründete: die erste Kirche Dänemarks mit der die christliche Mission in Schleswig, Dänemark und Schweden begann. Die Inschrift der Stele in Latein, Deutsch und Dänisch lautet:

Männer und Frauen ließen ab von ihrem abergläubischen Götzendienst
sie bekehrten sich zum Glauben an den Herrn und wurden getauft
und es entstand große Freude an diesem Ort

Nach einem kurzen Fußweg kamen wir dann zum Museum. Das moderne Gebäude besteht aus mehreren kleinen Hallen in denen die Exponate ausgestellt sind. Mir gefiel die Architektur besonders gut, weil die Gebäude optisch sehr gut in die Landschaft und zum Thema passen. Das nachfolgende Bild habe ich von der Haithabu Homepage, da ich keine Chance hatte, das Gebäude irgendwie ansprechend abzulichten. Unter der Rubrik Presse fand ich Infos und Fotos extra für Online-Portale, Reiseservice und auch Blogger. 

Luftaufnahme des Wikinger Museums in Haithabu © Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen/ Aldo

Ich habe in der Vergangenheit sowohl Bücher über die Wikingerzeit gelesen als auch Dokumentationen über diese Zeit gesehen. Insofern war es sehr interessant durch das Museum zu laufen und nun viele dieser Funde auch im Original zu sehen. Bei den Geschichtstafeln und Hinweisen an den Objekten fiel mir auf, dass ich mir doch mehr als gedacht aus den Büchern und Filmen gemerkt habe.  
In der Wikingerzeit führten die wichtigsten Handelsverbindungen über Meeren und Flüsse. Die Fahrt um Kap Skagen war sehr gefährlich und so suchten die Wikinger nach kürzeren und einfacheren Handelswegen. 


Die Handelsschiffe fuhren von der Nordsee aus mit Hilfe der Flut die Eider hinauf Richtung Nordosten. Die 60 km lange Fahrt ging über Eider und Treene bis zum Hafen in Hollingstedt. Der Hafen war Umschlagplatz der Güter die zwischen Hollingstedt und Haithabu auf Karren verladen und 18 km entlang der Rheider Au über Land transportiert wurden. Von der Ostsee her fuhren die Schiffe ca. 40 km über die Schlei durch fünf Engstellen die kontrolliert wurden bis sie das Haddebyer Noor und Haithabu erreichten. Die Landstrecke zwischen den Häfen wurde vom Ochsenweg gekreuzt, der eine wichtige Verbindung zwischen Jütland und dem Kontinent war.


Haithabu zählte während seiner Blütezeit im 10. Jahrhundert zu den bedeutendsten frühmittelalterlichen Handelszentren, es verband die Märkte Mitteleuropas mit denen in Nord- und Osteuropa.  Es gehörte zum dänischen Reich und war eine für damalige Verhältnisse außergewöhnlich große Siedlung in der rund 1000 Menschen lebten. Nach nur 300 Jahren endete die Geschichte Haithabus allerdings auch schon wieder.


Zum Schutz vor Überfällen wurde das Danewerk gebaut. Das war eine Grenzbefestigungsanlage der Dänen die aus Erdwällen mit Wehrgräben und einer Ziegelmauer bestand und ist das größte archäologische Denkmal Nordeuropas.


Haithabu wurde durch einen Ringwall gesichert der zum Danewerk gehörte. 



Über einen Teil des Ringwalls sind wir später auch noch gelaufen.

In einer Halle standen die ausgegrabenen Überreste eines alten Wikingerschiffes, daneben der Teil eines Nachbaus. Leider fehlen mit die Bilder des Fundes sowie der Blick in den Nachbau, der die ausgeklügelte Konstruktion gezeigt hat. Nicht umsonst hatten die Wikinger den Ruf die besten Bootsbauer zu sein.


Was ich aber festgehalten habe ist der rekonstruierte Drachenkopf eines Schiffsstevens und der ähnelt doch sehr den klassischen Bildern die so allgemein bei dem Gedanken an Wikinger auftauchen. 


Die vielen in Glaswänden und -regalen ausgestellten Fundsachen waren sehr interessant. Was bei uns besondere Aufmerksamkeit erregt hat, war das "Hnefatafl". Wir sind ja begeisterte Brettspieler und dachten: schau an, die Wikinger haben auch gespielt. Die Info auf dem Schild lautet:

Hnefatafl
In das Spielfeld werden nahezu quadratische Felder eingeritzt.
Die Spielsteine bestehen aus Geweih, Bernstein, Knochen, Glas und Walroßzahn.

Infos zum Brettspiel Hnefatafl findet ihr hier


Bei Glas wurde ich zunächst stutzig ... Glas? Gab es das nicht erst im Mittelalter? Dazu habe ich mich dann schlau gemacht. Früheste Glasfunde gab es bereits ca. 3500 Jahre v. Chr. im vorderen Orient. Dieses Glas entstand zunächst auf keramischer Grundlage, erst ca. 1500 v. Chr. gab es die ersten Glasgefäße ohne keramische Grundlage. Im 10. Jhdt. wurde dann das venezianische Kristallglas bekannt. Haithabu hatte als Handelsort eine große Bedeutung für die Herstellung und Verarbeitung von Glas und hatte eigene Glaswerkstätten. Sie stellten zum Beispiel Gefäße, Perlen (als Schmuck und Zahlungsmittel) und  Spielsteine her. Weitere Infos zum Glas der Wikinger findet ihr hier


Nach dem Besuch im Museumshaus ging es dann - nach einer gemütlichen Brotzeit im Schatten der großen Bäume - Richtung Museumsdorf. Der Fußmarsch sollte laut Angaben ca. 20 Minuten lang sein, wir waren etwas länger unterwegs weil ich gerade lerne langsam zu gehen und wir ganz einfach auch die vielen Ausblicke genossen haben. Zuerst kamen wir an Yggdrasil vorbei, naja wohl eher einem Nachfahren von Yggdrasil. 


Yggdrasil ist in der nordischen Mythologie die Weltesche, eine Esche die den Baum des Lebens verkörpert. Die Wurzeln gehen tief in die Erde, die Zweige in den Himmel und so verbindet die Weltesche Himmel, Erde und Unterwelt. 


Ich finde, dieser Baum verkörpert das doch perfekt. Er ist so wunderschön. Die Baumhöhle hat eine Höhe von ungefähr 140 cm, da konnte man sich bequem hineinhocken.





Auf der Rückseite fiel der Hang leicht ab, da erreichte die Wurzelhöhe knapp 2 Meter.


Ein prächtiger Baum - und so klein der Mensch daneben.


Der Weg führte aus dem kleinen Wald hinaus und an Wiesen vorbei mit Blick auf die Schlei. Suchbild: Wer gute Augen hat, kann den Anlegesteg von Haithabu und ein Wikingerschiff erkennen.


Auf dieser Wiese unter der Eiche lagen Walachenschafe im Mittagsschlaf.


Bei Walachenschafen handelt es sich um eine Rasse aus dem Mittelalter.


Die Schafe stammen von der Arche Warder, Europas größtem
Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen. 


Kuscheln die beiden nicht niedlich?


noch ein Blick auf die Eiche


und dann gings rauf auf den Ringwall


Nach einer Weile war der Wall unterbrochen, wir kreuzten einen weiteren Weg


seit 2018 sind der archäologische Grenzkomplex Haithabu und Danewerk UNESCO Welterbe.


Ein Stückchen weiter ging es wieder rauf auf den Ringwall


mit schönen Bäumen.


Wir haben uns dann aber entschlossen den Weg an den Feldern lang zu laufen. Der komplette Ringwall war mir zu lang. Immerhin war es der erste längere Ausflug seit ich wieder gut laufen kann. Die Bilder vom Wikingerdorf zeige ich euch morgen, sonst wird der Beitrag hier zu lang.

Den zweiten Teil dieses Ausflugs findet ihr hier:
Ausflug in die Wikingerzeit - Haithabu Teil 2

Wer sich mehr mit der Geschichte vertraut machen möchte findet einen sehr
informativen Bericht mit tollen Bildern im GEO Magazin "Weltkulturerbe Haithabu".

Der Bericht von der Unesco zur Geschichte Haithabus ist hier zu finden.

Infos zum Museum gibt es hier.

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Donnerstag, 2. September 2021

Herbst-Handarbeits-Bingo 2021

Hallo ihr Lieben, 
ich bin aus dem Urlaub zurück - wie schnell doch die Zeit vergeht. Die Tage in Norddeutschland bei meinem Bruder und meiner Schwägerin waren sehr schön und erholsam. Bei schönem Wetter haben wir einige Ausflüge gemacht und nach zwei Jahren konnten wir endlich Haitabu besuchen. Meine Achillessehnen - die solche Touren in den letzten Jahren verhindert haben - haben das tatsächlich gut verkraftet, darüber freue ich mich am Meisten. Fotos vom Urlaub zeige ich euch in den nächsten Tagen. An den Schlechtwettertagen haben wir viel gespielt. Wir lieben Gesellschaftsspiele / Brettspiele / German Games oder wie auch immer man diese Spiele nennt.


Heute geht es aber um das Herbst-Handarbeits-Bingo 2021

Ulrike hat mich während meines Urlaubs darauf hingewiesen und ich dachte `Oh fein, ich habe soviel auf meiner To-Do-Liste, da lohnt sich ein Bingo´. Als ich es vorhin dann gefunden habe, musste ich feststellen - nee, nicht meine To-Do-Liste wird abgearbeitet, sondern eine vorgegebene Bingo-Karte. Nach kurzer Überlegung habe ich mich entschlossen mitzumachen. Ich denke, ich werde nicht alles schaffen, aber Dabeisein ist alles wie man so schön sagt. 

So sieht die Bingo-Karte von 60 Grad Nord aus:


Einige Felder lassen eine Freiheit bei den Techniken zu, ein Jokerfeld ist auch vorhanden,
da werde ich einiges meiner To-Do-Liste werkeln können. 
Die Regeln zu dieser Aktion findet ihr hier,
ebenso die Info wie ihr mit dem Bingo in das Lostöpfchen hüpfen könnt.
Es gibt nämlich sogar einen Gewinn.

Damit wäre der Herbst offiziell eingeläutet, der 1. September war ja schon gestern. 
Hier im Ruhrpott bricht allerdings gerade noch einmal der Sommer aus,
da kann ich die letzten Urlaubstage noch genießen. 

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Mittwoch, 1. September 2021

Rosen am Haus

Vor kurzem kam ich bei einem kleinen Spaziergang an einem Haus vorbei in dessen Vorgarten neben vielen verblühten und auch bereits abgeschnittenen Rosen noch ein paar wunderschöne Exemplare blühten. 


Zusammen mit einigen frischen grünen Trieben wirkten sie neben den alten verholzten 
Stielen und vor der dunkelgrauen ordentlich gestrichenen Hauswand einzigartig.


Ich habe die Rosen eine Weile betrachtet und nach ein paar Handyfotos ging ich weiter - nur um gleich am nächsten Haus wieder stehen zu bleiben. Das Haus hatte einen Blau-Grünen Anstrich und auch in diesem kleinen Vorgarten gab es neben den verblühten Pflanzen eine schöne Rose zu sehen. 


Vor dem nächsten Haus stand eine rosafarbene Hortensie


und gleich daneben ein großer Strauch blaue Hortensien. Die waren so buschig, dass ich - ohne es zu merken -  das Handy völlig schräg gehalten habe, um sie komplett aufs Bild zu bekommen. Wie schief das Bild wirklich ist, habe ich erst am PC gemerkt. Also bekommt ihr es auch schief zu sehen.


Sie haben eine schönen flieder-blauen Schimmer.


Ich habe mich sehr an den Blumen erfreut. Zum einen, weil ich Blumen liebe und selber leider keinen Garten habe, zum anderen, weil ich endlich wieder schöne Spaziergänge unternehmen kann, bei denen mir solche Dinge begegnen.

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Mittwoch, 25. August 2021

Das bewachsene Haus

Als ich vor kurzem zu Fuß aus der Stadt kam - sowas geht ja Dank Schmerzklinik und erstklassigen Physiotherapeuten jetzt wieder - fiel mein Blick auf ein bewachsenes Haus. Ich schaute hoch und dachte "wow", ich ging ein paar Schritte zurück um die ganze Straßenecke in mein Blickfeld zu bekommen, schaute wieder hoch und dachte "oh wow! das sieht wirklich toll aus!" Das war mir ein Foto wert, allerdings hatte ich nur mein Handy dabei, nicht die Kamera, aber das Bild ist trotzdem gut geworden.


Zuerst dachte ich, es sei Efeu, beim näheren Hinsehen habe ich festgestellt, dass es Wilder Wein ist. Der muss im Herbst eine schöne Farbe haben - da werde ich bestimmt noch einmal hingehen. Ich finde es sieht schön aus, wie der Wein unterhalb der Regenrinne hängt, aber nicht darüber klettert. Überhaupt wirkt dieses sehr alte Haus gepflegt und hübsch.


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Samstag, 21. August 2021

Lesestoff - so viele Bücher

Achtung Werbung!
Ich habe alle Bücher selbst gekauft und schreibe hier meine persönliche Meinung dazu. 

In den letzten Jahren habe ich - obwohl ich eigentliche eine Leseratte bin - sehr wenig gelesen. Das fing an, als ich 2015 in diese schreckliche laute Wohnung gezogen bin. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren und hatte keinen Spaß mehr am Lesen. Nachdem ich letztes Jahr erneut umgezogen bin und es hier etwas ruhiger ist, hatte ich mir vorgenommen, wieder mehr zu lesen. Lesestoff ist vorhanden, denn obwohl ich in den letzten Jahren kaum gelesen habe, bin ich nicht fähig in eine Buchhandlung zu gehen und nichts zu kaufen. Kennt ihr das? Ich gehe in die Buchhandlung um für meine Enkelkinder etwas zu kaufen und ich habe den festen Vorsatz "ich kaufe mir kein neues Buch". Das klappt auch - die ersten fünf Minuten. Dann fängt es an, dieses Strahlen, dass von den Büchern im Regal ausgeht und bis in mich hinein dringt. Nur mal eben schauen... nur schauen, was es so neues gibt ...  Ihr könnt euch denken wie es ausgeht. Natürlich kaufe ich dann auch neuen Lesestoff für mich. Ein Erfolg ist es dann schon, wenn ich tatsächlich nur EIN Buch für mich kaufe. Nun ja, im letzten Jahr war soviel los und anders und trotz Corona - für mich gab's kein Homeoffice, ich war weiter jeden Tag im Büro - kam ich irgendwie nicht ans Lesen. Anfang dieses Jahres habe ich mir dann den Inhalt meines Bücherregals angeschaut und eine Liste gemacht, welche Bücher noch gelesen werden wollen. Die Krux daran: kaum hatte ich das erste Buch - von dem ich wirklich begeistert war - gelesen, stellte ich fest, dass es davon einen zweiten Teil gibt. Natürlich habe ich mir den sofort und auf der Stelle, noch in derselben Nacht in der ich das erste Buch durchgelesen hatte, online gekauft. 

Ich habe wieder festgestellt, wie gut ich beim Lesen abschalten kann. Das ist wie Meditation, ich merke dann kaum noch Schmerzen. Sorgen und Ängste sind wie weggeblasen. Für meinen Gesundheitszustand Anfang des Jahres war das ein sehr gutes "Heilmittel". So fing ich an, mich quer durch die ungelesenen Werke in meinem Bücherregal zu arbeiten. Mitte August nun habe ich bereits neun Bücher gelesen - querbeet. 


Von leichten Romanen wie die Bücher des kleinen Strickladen in den Highlands (der dritte Teil erscheint übrigens nächsten Monat und eine liebe Bekannte, die in einer Buchhandlung arbeitet, hat ihn schon für mich reserviert) bis hin zum dicken Wälzer "Die Saga von Vinland", einem historischen Roman der in den Zeiten der Wikinger spielt. Gefallen haben mir alle Bücher. Bücher die mir nicht gefallen, lese ich auch nicht zu Ende und die kommen in den öffentlichen Bücherschrank in der Stadt. Irgendjemandem werden sie gefallen. Das ist mir in meinem Leben allerdings erst bei zwei Büchern passiert. Dennoch habe ich den gelesenen Bücher Herzchen vergeben. 
Ein Herzchen für leichte Romane, schöne einfache Geschichten mit Happy End die man gut mal so nebenbei lesen kann. Zwei Herzen für die Bücher, die mich beeindruckt haben. Das waren "Die Mystikerin" von Gabriele Göbel, ein Roman über das Leben der Hildegard von Bingen und die kleine Lektüre "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis. Eine indianische Legende von Verrat und Tapferkeit. Die beiden alten Frauen haben mich berührt. Man sollte alte Menschen nicht unterschätzen und auf das Abstellgleis stellen, oder wie in dieser Lektüre im kalten Winter aussetzen, weil sie der Gruppe ein Klotz am Bein sind. Dieses kleine Büchlein ist nur 15,5 x 9,5 cm groß und mit 118 Seiten nur 12 mm dick. Es hat einen schönen Textileinband der es sehr wertig macht.


Drei Herzen habe ich vergeben für das Buch "7 Tage voller Wunder" von Dani Atkins. Anhand der  Kurzbeschreibung des Buches war ich auf einen leichten abenteuerlichen Roman, eine Liebesgeschichte - bei denen man meist schon nach wenigen Seiten weiß, wer wen zum Schluss für das Happy End bekommt - gefasst (also Kategorie ein Herz). Beim Lesen wurde ich aber durch unvorhergesehenen Wendungen überrascht und diese Spannung hat meiner Meinung nach drei Herzen verdient. 
Ein Buch das mich sehr berührt hat und von mir ebenfalls drei Herzen (aber mit Sternchen) bekommen hat ist "Für immer in deinem Herzen" von Viola Shipman. Dieser Roman erzählt eine gefühlvolle Familiengeschichte über drei Generationen von Frauen. Die Großmutter erkrankt und Tochter und Enkelin reisen zu ihr. Sie finden nach längerer Trennung wieder zusammen indem sie zum ersten Mal miteinander reden, Fragen stellen, Antworten geben und Mißverständnisse ausräumen. Ich war sehr ergriffen und habe über mich, meine Tochter und meine Enkeltochter nachgedacht und überlegt, ob wir auch einmal so zusammen sitzen würden. 


Ich habe noch ungefähr 15 ungelesene Bücher im Regal und überlege gerade, welches ich mir als nächstes vornehme. Da sind noch vier zum Teil gebundene Werke über Keltische Sagen und Mythen, Nordische Mythen, sowie Nordland - eine Fantasy Saga über die mythologische Götterwelt um Odin und die Asen und Asgard - eine Reise in die Götterwelt der Germanen. Ich bin fasziniert von alten Mythen, ich mag die Wikingerzeit und habe schon viele Dokus über die Kelten und Germanen gesehen. Ich denke, ich werde eines dieser vier Bücher als nächstes lesen. 

Ich bin mir nicht sicher, ob euch so ein Blogpost überhaupt interessiert, ihr seid von mir ja normalerweise kreative Beiträge gewohnt. Über eure Meinung dazu würde ich mich freuen. 

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Freitag, 20. August 2021

Nur ein kleiner Blogpost zwischendurch

Hallo ihr Lieben. Momentan zeige ich euch viele Naturposts, ich habe Urlaub und genieße es, draußen zu sein. Ich möchte mich für euren lieben Kommentare bedanken, ebenso nach den Fragen zu meinem Gesundheitszustand. Jaaa, meine Füße funktionieren wieder gut. Ich gehe fleißig weiter zur Physio, sowohl Einzeltherapie als auch Gerätetherapie um die Wackelpudding-Beinmuskeln aufzubauen. Ab und an schmerzen die Fersen schon ein wenig, aber wirklich nur wenig und die Einzeltherapie sowie vor allem auch die Igelball-Übungen zu Hause - die ich regelmäßig und vor allem nach jedem Spaziergang mache - helfen dann, den Schmerz wieder auszuschalten. Bei längeren Spaziergängen bin ich komplett schmerzfrei - das ist so befreiend. Ich habe für meinen Urlaub ein paar Ausflüge geplant, drückt mir die Daumen, dass das Wetter mitspielt, den darauf freue ich mich sehr.

Was ich heute noch mitteilen wollte: Bei Ulrike gibt es ab kommenden Montag eine Woche lang täglich einen Blogpost, ein Stempel-Schnitzen-Kurs. Sie schnitzt nämlich tolle Stempel und möchte nun allen Interessierten Schritt für Schritt zeigen wie es geht. Sie schreibt:

"Ich lade Euch also nächste Woche zu meiner Stempel- Aktionswoche ein, die am Montag hier im Blog startet. Ich hoffe, Ihr kommt zahlreich hier vorbei. Es wird bestimmt interessant werden." 

Das wird bestimmt toll und Spaß machen.