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Donnerstag, 1. Mai 2025

Hallo Mai

Heija, der frische Mai,
Er bringt uns mancherlei.
Das Schönste aber hier auf Erden
Ist lieben und geliebt zu werden.
Heija, im frischen Mai.

(Wilhelm Busch)


Hui wie schnell der April vergangen ist. Es ist kaum zu glauben, dass wir nun schon Mai haben. Der April war warm und sonnig, leider habe ich davon nicht viel mitbekommen, denn ich bin nach wie vor mit der Wohnung beschäftigt. Ein Umzug ohne Urlaub hatte ich vorher noch nie, mache ich auch nie wieder. 
Der April fing mit Scherben an. Das "gute Porzellan" hat vier Umzüge inkl. einer Zwischenlagerung ohne Schaden überlebt und beim Einräumen fällt mir die Sauciere aus der Hand - nicht die einfache, nein, die vom guten Porzellan - ist ist Scherben zersprungen und hat den Deckel der Kaffeekanne mit in den Tod gerissen. Scherben sollen ja Glück bringen - bislang ist es noch nicht eingetroffen. Aus der Kaffeekanne wird dann jetzt wohl eine Blumenvase.


Die Diele war der der erste Raum, der fertig wurde,
das habe ich euch bereits zur Home Sweet Home Linkparty gezeigt.


In der Woche vor Ostern hatte ich dann endlich Urlaub - vier freie Tage und eine endlos lange To-Do-Liste... irgendwie war aber die Luft raus und ich habe von den vier Tagen erst einmal zwei Tage ausgeruht. Naja, ja schon aber - ok, ich habe natürlich "normale Hausarbeit" gemacht wie z. B. Wäsche waschen, aufhängen, saugen, spülen. Und spülen ist aktuell wie beim Camping, mit der Plastikschüssel Wasser aus dem Badezimmer holen und dann im Wohnzimmer auf dem Esstisch spülen, denn die Küche hat noch keine Arbeitsplatten und somit auch keine Spüle. Das ist leider alles immer noch sehr provisorisch.
Ich habe aber auch gelesen, fern gesehen und mich ausgeruht. Mittwoch und Donnerstag wurde dann kräftig gewuselt und geräumt, Karfreitag ausgeruht und Samstags noch einmal richtig rangeklotzt, denn da habe ich die Schränke im Arbeits-Gäste-Bastelzimmer montiert. 
Am Ostersonntag bin ich schon früh aufgestanden und gegen acht Uhr nach Herne gefahren um den 12tel Blick einzufangen. Auf dem Rückweg habe ich vom Bäcker frische Brötchen mitgebracht und an der Straßenecke eine ganze Wiese voller Pusteblumen entdeckt:





Zurück zu Hause habe ich mir ein kleines Osterfrühstück gegönnt, mit frischen Brötchen, Croissant und einem gekochten Ei. Mangels Eierfarben und Ostersachen bekam das weiße Ei ein Bleistiftgesicht. Die hübschen Osterstecker und -anhänger von einer Mitstreiterin aus der ATC-Tauschgruppe kamen zur österlichen Deko mit auf den Tisch.

Den restlichen Ostersonntag habe ich dann gefaulenzt, gelesen und ferngesehen, das ganze inklusive Mittagschlaf, denn der Samstag mit der Schrankmontage hing mir in den Knochen. Am Montag habe ich einen Erdbeer-Obstboden gemacht, der Backofen funktioniert ja, es gab nur keinen Tortenguss darauf, denn der Herd existiert ja noch nicht (mangels Arbeisplatte, siehe oben). Zum Osterkaffee hat sich die ganze Familie dann am Nachmittag bei meiner Tochter getroffen. Wir konnten sogar auf der Terrasse sitzen, bis uns ein dicker Regenschauer ins Haus gejagt hat, aber da waren wir schon mit Kaffee und Kuchen fertig.
Am Dienstag musste ich dann wieder arbeiten, nach Feierabend kam der Tischler wegen der Küchenarbeitsplatte noch einmal mit dem Dekormuster vorbei. Nun ist die auch bestellt und das Ende der provisorischen Küche in Sicht. Das Wetter war in der Woche nach Ostern gemischt und am Donnerstag dann besonders schlimm. Ausgerechnet an diesem Tag hatte ich nach Feierabend noch Termine und musste mehrfach durch den Regen. Es schüttete von früh morgens auf dem Arbeitsweg bis in die Nacht hinein wie aus Kübeln.


Letzten Sonntag hat mein Vater seinen 78. Geburtstag gefeiert und die ganze Familie zum Frühstück ins Café Extrablatt eingeladen. Es war eine schöne Familienfeier mit leckerem Frühstücksbuffett.
Gebastelt habe ich - abgesehen von der Osterbloghop-Karte - in diesem Monat nichts, es war einfach keine Zeit. Dieses Wochenende habe ich aber endlich mal wieder Kreativzeit eingeplant, so dass ich im Mai bestimmt wieder das eine oder andere zeigen kann.
So langsam lichtet sich hier das Chaos und die Räume werden wohnlich, auch wenn hier und da noch etwas fehlt. Ich überlege noch, was ich morgen zur neuen Home-Sweet-Home-Linkparty zeige.

Ich wünsche euch einen schönen Maifeiertag.

verlink bei:

Samstag, 11. April 2020

Corona-Ostern mitten im Umzug

Zur Zeit läuft alles anders als normal, wobei sich die Frage stellt: Was ist normal? Wenn man sich plötzlich wie ein Schneekönig freut weil man endlich mal wieder Toilettenpapier bekommen hat, was einem 6er im Lotto gleicht, wenn jedes berufliche Telefonat mit den Worten "bleiben Sie gesund" endet, wenn es mitten im Ruhrpott zur Rush-Hour keine Staus gibt .... dann ist das schon alles sehr seltsam. Die entstandene Solidarität der Menschen kann gerne bleiben. 
Das sich vor Baumärkten Schlangen bilden die sich dreimal um den Parkplatz kringeln wird vielen vielleicht egal sein, mich ärgert es ein wenig. Ich bin im Renovierungs-Umzugs-Modus. Da habe ich nach vier Jahren Suche endlich eine neue Wohnung gefunden und dann haut mir Corona da mitten rein. Während sich viele Menschen #stayhome zu Hause immer wieder neue Herausforderungen suchen, ihre Kinder selbst unterrichten, den gründlichsten Frühjahrsputz der Geschichte durchführen oder täglich lustige Videos zur Unterhaltung online stellen, kämpfe ich mit Umzugskisten und Renovierungsarbeiten. Meine Karton-Burg wächst stetig und mein Noch-Zuhause sieht katastrophal aus.


Am 30. März habe ich dann endlich den Schlüssel für die neue Wohnung bekommen.


Meine Freundin und ihr Mann wollten beim Renovieren helfen, sind aber leider durch den Virus ausgeknockt worden und in Quarantäne. Die Tapeten in der Diele waren so leicht zu entfernen, die kamen gleich Bahnenweise runter - hihi - die konnte ich wieder aufrollen. Wenn also jemand Interesse hat, kann man nochmal verwenden - lach.


Also schwinge ich den Pinsel und die Rolle alleine, klebe Zierleisten, streiche Decken und Wände, lackiere Rolladenkästen ... da ich zur Zeit Urlaub habe, klappt das ganz gut. Ich bin zwar nicht mehr die Schnellste, mein Rücken schreit, meine Gelenke kreischen und das Tens-Gerät ist mein ständiger Begleiter aber da muss ich jetzt irgendwie durch. 


Immerhin ist das Wetter schön, das motiviert mich zusätzlich 
und so kann ich zwischendurch das eine oder andere Päuschen auf dem Balkon genießen. 


Der Birnbaum im Garten steht in voller Blüte


Damit ich Abends nicht noch kochen muss, kocht meine Schwiegertochter für mich mit. In der Familie achten wir auf Isolation, keine Familienfeiern, möglichst keine Kontakte - so gut es geht. Normalerweise würde ich in so einer Situation mit Ihnen zusammen essen, aber was ist zur Zeit schon normal. Um den Abstand zu wahren, fahre ich abends dort vorbei, hole mir das Essen an der Tür ab ... und sehe die Enkelmäuse aus zwei Metern Entfernung... DAS IST HART. Das tut weh. Wenn die Corona-Krise mit Ihren Einschränkungen vorbei ist, gibt es die größte Oma-Enkel-Knuddelparty aller Zeiten.


Mitten im Umzugschaos, ohne Deko und Familienfeier, wird das ein einsames Osterfest. Glücklicherweise gibt es WhatsApp, Telefon und Skype....
 Ich wünsche euch allen
Frohe Ostern
und uns allen, das wir diese besondere Zeit gesund überstehen.

verlinkt bei Karminrot, Ein kleiner Blog, 

Sonntag, 28. Juni 2015

Das Chaos lichtet sich

Nachdem alles aus der alten Wohnung den Weg ins neue Zuhause gefunden hat, komme ich auch so langsam an. Es ist zwar noch nicht alles an seinem Platz und sieht in der einen oder anderen Ecke noch sehr chaotisch aus, aber die Stapel an Kartons und Boxen schrumpfen, der Stapel an leeren Kisten wächst. Das ist doch schon was! Irgendwann habe ich dann auch den Karton mit meiner Nähmaschine gefunden :-) Ihr Zimmer dient allerdings momentan noch als Abstellraum für alles, was noch keinen Platz gefunden hat.

 

In einer "Sonderfahrt" wurden vergangene Woche dann meine Blumen in Autos verpackt und gingen auf die große Fahrt quer durch die Stadt. Die größte Sorge hatte ich wegen meiner Rosen und was soll ich sagen, alle haben den Umzug überlebt. 



 

Dienstag wird noch ein Schrank geliefert und dann sollte bis zum Ende der Woche alles eingeräumt sein. Dann kann ich endlich dekorieren :-) Ich wünsche euch eine schöne Woche, das Wetter soll ja zumindest hier im Ruhrpott hochsommerlich werden.






Freitag, 12. Juni 2015

Das Chaos regiert

In 8 Tagen ziehe ich um und befinde mich momentan in der Phase "totale Resignation". Es ist nicht mein erster Umzug, ich bin in der Vergangenheit schon öfter umgezogen. Zweimal ohne Partner aber mit 3 Kindern und es hat immer gut geklappt. Eine gute Organisation ist alles! Jetzt sind alle Kinder aus dem Haus und die Wohnung passt einfach nicht mehr. Also ziehe ich mit 48 zum ersten Mal in meinem Leben gaaaanz alleine in eine Wohnung. Mit der gesammelten Erfahrung sollte eigentlich alles prima klappen - tut es aber leider nicht. Nach dem Entfernen der alten Tapeten kamen so einige Sünden der Vormieter zum Vorschein. Da hat wohl jeder mal Kabel gelegt wie er gerade wollte, Aufputz, unter der Tapete, einmal fliegende Verdrahtung über die Zimmerecke, E-Herd-Anschlusskabel unter der Badewanne durch...

 

Plan A ist also gescheitert, als festgestellt wurde, dass die Wohnung eine komplett neue Elektrik braucht. Der neue Vermieter war geschockt über den Zustand und hat sofort die Handwerker organisiert. Die Elektriker waren schnell und toll und haben echt sauber gearbeitet.


Ich habe viele Löcher und Ecken verspachtelt, einer der Vormieter muss eine Vorliebe für Silikon gehabt haben. Der hat alle Ritze und Löcher und Dellen fett damit ausgespritzt.. Ein paar geschichtsträchtige Elemente kamen bei den ganzen Aktionen übrigens auch noch zum Vorschein. 
Die x-te Tapetenschicht in der Küche war eine 60er-Jahre Tapete hinter dem alten Heizkörper. Neue Heizkörper hat der Vermieter dann auch gleich beauftragt. Die alten haben beim Ausbau riesige Krater in den Wänden hinterlassen. 
Besonders angetan hat es mir die alte Steckdosenabdeckung von Anno-Tuk-Tuk und die alten Metalldübel die ich in der Wand der Abstellkammer fand.


Mittlerweile waren auch die Verputzer da und haben ihr Werk vollbracht. Der Vermieter hat mir noch die Türen und Fußleisten lackiert und die Wände mit Tiefengrund behandelt. 
Heute hat dann endlich das erste Zimmer seine Tapeten bekommen. Wenn ich dann fix und fertig in die alte Wohnung komme, empfängt mich das Chaos. 

 

Glücklicherweise habe ich das leergezogenen Zimmer meines Sohnes zum Abstellen der bereits gepackten Kisten, sonst würde ich mich total zubauen. Wenn ich daran denke wieviel Kartons alleine mit Nähsachen gefüllt sind... uuups... aber in der neuen Wohnung gibt es ja ein Nähzimmer.

So und nu gehe ich mal noch mein Geschirr in Luftpolsterfolie verpacken...

 

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf einen gemütlichen Abend in einer aufgeräumten und sauberen Wohnung freue. Ich mag dieses Chaos nicht. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!! Wie meins aussieht, könnt ihr euch denken ;-)

Lieben Gruß
Carolyn