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Sonntag, 7. Juni 2026

Marmelade zum Frühstück

sucht Anita beim BINGO
und ich dachte, das passt doch zum Sonntag.

Marmelade ist so ein Thema für sich, denn ich esse üblicherweise keine Marmelade. Ich habe meistens schon ein Glas Marmelade im Kühlschrank, bevorzuge rotes Johannisbeergelee, quasi für Notfälle. Das kann ein Heißhunger auf Kuchen sein, am Sonntagnachmittag, und weil kein Kuchen vorhanden ist, wähle ich ein Brot mit Marmelade. Diese Ausnahme passiert etwa ein- bis zweimal pro Jahr, infolge dessen ein kleines Glas Marmelade sehr lange im Kühlschrank steht.

Damit ich für diesen Beitrag auch ein Foto habe, kam an Pfingsten Marmelade auf's Brötchen, Nachmittags zum Kaffee, anstelle von Kuchen. Marmelade auf dem Brot oder Brötchen sieht bei mir so aus: eine dicke Schicht Frischkäse und darauf hauchdünn Marmelade. Das ist süß genug. Gewählt habe ich Frischkäse mit Tomaten-Marmelade. Die habe ich von meiner Arbeitskollegin bekommen, ihre Mutter hat sie gemacht: portugiesische Tomatenmarmelade homemade. Die zweite Brötchenhälfte habe ich mit Weichkäse und roter Johannisbeermarmelade belegt, blöderweise war es kein Gelee, da habe ich mich beim Einkauf wohl vergriffen. 


Marmelade gekocht habe ich hingegen bis vor einigen Jahren sehr gerne. Dafür bin ich dann auch jeden Herbst in die Hagebutten gegangen. Die Rezepte habe ich damals auch gebloggt, zum Beispiel hier. Genauso wie die Blutpflaumen- und Brombeermarmelade und die Weihnachtsmarmelade.


Die Marmeladen kamen dann beim Familienfrühstück auf den Tisch und wurden auch verschenkt. Bis auf meinen Vater haben wir keine Marmeladenjunkies in der Familie und Familienfrühstücke gibt es auch nicht mehr, das ist den Kindern zu früh am Tag. Immerhin habe ich damit nun auch dieses Marmeladen-BINGO-Feld füllen können.


Montag, 21. August 2017

Selbstgemachte Marmelade - lecker

Wir lieben selbstgemachte Marmelade. Mitte Juli waren die Blutpflaumen reif, das ist die rotlaubige Sorte der Kirschpflaume. Die Früchte sind süß und wenn man sie gekaut und runtergeschluckt hat, entsteht ein leichter aber sehr leckerer säuerlicher Nachgeschmack. Da ich momentan nicht auf Leitern klettern kann, kam eine Freundin und hat das übernommen. Die Ernte war dieses Jahr leider nicht sehr ergiebig, aufgrund des vielen Regens waren sehr viele faule Früchte dabei. Die paar guten haben wir uns geteilt und daraus Marmelade gekocht.


Ende Juli war ich dann das erste Mal in den Brombeeren. Das Spannende war, dass alle Stadien der Reife gleichzeitig an den Sträuchern zu finden waren: Blüten, unreife, reife und leider auch verfaulte Beeren. Im Handumdrehen hatte ich ein Kilo Früchte gesammelt.


Mitte August bin ich dann noch einmal mit meiner Freundin losgezogen zum Brombeeren sammeln. Leider war das Ergebnis nicht ganz so toll, durch den vielen Regen waren die meisten Beeren matschig oder schimmelig. Ein Eimerchen für Gelee kam aber doch zusammen. 
Insgesamt sind 4 Gläser Blutpflaumen-Marmelade, 6 Gläser Brombeer-Marmelade und 4 Gläser Brombeer-Gelee entstanden. Für meine Schwägerin zum Geburtstag habe ich noch Marzipan-Honig angerührt, den liebt sie.


Diese Libelle saß gemütlich auf den Brombeeren, leider hatte ich nur das Handy und nicht die Kamera dabei.


Nun warten wir auf die Holunderbeeren, die waren noch nicht reif, ich denke die brauchen noch ein-zwei Wochen Sonne. Ich habe noch einen kleinen Blumengruß für euch und und dann verschwinde ich wieder an die Nähmaschine.


  verlinkt bei:

Sonntag, 18. Dezember 2016

4. Advent - Last Minute DIY Weihnachtsgeschenk

Heute ist der vierte Advent und so langsam sollten alle Weihnachtsgeschenke zusammen sein. Ein wenig Zeit ist ja noch bis Weihnachten, es reicht auf jeden Fall um ein paar kleine Geschenke, Gastgeschenke oder einfach nur Mitbringsel zu fertigen. Ganz beliebt ist dieses Jahr wieder die 15-Minuten-Weihnachten-Box die ich vor zwei Jahren schon einmal gezeigt habe, Topflappen von hier, oder etwas aus der Küche. Ich habe dieses Jahr Weihnachts-Apfel-Marmelade gekocht und Marzipan-Honig angerührt. Wenn man die Gläser dann noch hübsch einpackt oder verziert, ist das ein wunderbares Geschenk. 


Weihnachts-Apfel-Marmelade

1,5 kg säuerliche Äpfel (ich nehme meistens Boskoop)
500 g Gelierzucker 2:1
150 g. Honig
1 TL Lebkuchengewürz
1 gepresste Orange

Wenn gewünscht kann noch ein kleiner "Schuss" hinzugefügt werden. Ich habe 50 ml Bratapfel-Likör von hier dazu genommen, alternativ ein Schlückchen Calvados oder Obstlikör.

Äpfel schälen, entkernen, klein schneiden und mit dem frisch gepressten Orangensaft vermischen, das Fruchfleisch der Orange, das meistens in der Presse hängen bleibt mit hineingeben. Äpfel, Honig und Lebkuchengewürz in eine Topf geben und kochen bis die Äpfel weich sind. Dann mit einem Stampfer zerkleinern, so dass noch ein paar Stücke in der Masse sind (nicht pürieren). 
Den Gelierzucker hinzugeben und ein paar Minuten kochen bis er gut aufgelöst und untergekocht ist. Wenn die Gelierprobe gut ausfällt, die Marmelade in heiß ausgespülte Gläser füllen. Die Gläser schließen und auf den Kopf stellen, bis sie erkaltet sind.
 

Marzipan-Honig

500 g. klarer Honig
 200 g Marzipan-Rohmasse
1 Vanille-Schote

Die Marzipan-Rohmasse zerkleinern, zusammen mit dem Honig und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote in ein Rührgefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren. Dann in heiß ausgespülte Gläser füllen und fest verschließen. Der Marzipan-Honig muss noch eine Woche durchziehen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.

 

Ich habe nun alle Weihnachtsgeschenke fertig, die müssen allerdings noch verpackt werden. Ich wünsche euch einen schönen 4. Advent. 

verlinkt bei Pamelopee





Dienstag, 13. Oktober 2015

Ab in die Hagebutten

Es ist Hagebuttenzeit und wenn ich eines in wunderbarer Erinnerung habe, ist es die Hagebuttenmarmelade meiner Oma. Ich habe sie schon lange nicht mehr selber gekocht, wusste auch nicht so richtig, wo ich gute Hagebuttensträucher finde. Vor einigen Tagen bin ich dann abends nach Büroschluss mit einer Freundin losgezogen. Unser Vorhaben ab in die Hagebutten wollten wir "auf Ewald", einer seit einigen Jahren begrünten ehemaligen Halde, in die Tat umsetzen. Da es einige Tage geregnet hatte, ging es in den dicken Wanderstiefeln mit der rutschfesten Profilsohle los. Wir hatten keine Ahnung, wo genau wir was finden würden und wie weit wir auf die Halde rauf müssten. Schon nach wenigen Metern leuchtete es rot aus dem Gebüsch am Wegrand.

 

Innerhalb kürzester Zeit hatten wir eine schöne Menge an Hagebutten gepflückt. Der einsetzende Regen ließ uns dann die "Ernte" abbrechen und den Heimweg antreten. Zu Hause angekommen konnten wir beide je ca. 1 kg Früchte abwiegen. Ein kleiner Spaziergang nach Feierabend, vor dem Regenschauer und der Dunkelheit und 1 kg frische Früchte dabei gesammelt - na das hat sich doch gelohnt.

 

Ohne Fleiß keine Marmelade, also zuerst einmal die nicht so schöne Arbeit, die Früchte putzen: Krönchen und Stiele jeder einzelnen Frucht abschneiden und gründlich waschen. Danach die Hagebutten in einem Topf mit einem Stampfer anquetschen, mit Wasser und Wein auffüllen, Gewürze dazu und das ganze abgedeckt über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Früchte in dem Sud aufkochen und ca. eine halbe Stunde weich kochen. 


Danach die Hagebutten gründlich durch ein Sieb passieren. Übrig bleibt schmutziges Geschirr, ein Klops aus Schale und Körnern, die zugegebenen Gewürze - und wunderbares feines Hagebuttenmus.

 

Das Mus mit Weißwein auffüllen, Zitronensaft zugeben und mit Gelierzucker einkochen. Normalerweise benutze ich 2:1 Gelierzucker, dann wird die Marmelade nicht ganz so süß. Da Hagebutten aber von Natur aus eher etwas bitter sind verwende ich in diesem Fall den klassischen 1:1 Gelierzucker. Er hat den Vorteil, dass die rote Farbe schöner erhalten bleibt und mit der Zeit nicht bräunlich wird. (das gilt übrigens auch bei Erdbeermarmelade). Nach der Gelierprobe - hmm lecker, Gelierprobe vom Teller lecker - in Gläser füllen, abkühlen lassen, fertig. Ein Glas Hagebuttenmarmelade wurde sofort am nächsten Tag Mitbringsel zu einer Geburtstagsparty. Da ich die Aufkleber noch nicht fertig hatte, habe ich ein kleines Schildchen an das Glas gehängt.

 

Mit der "Apfelspende" meiner Freundin aus ihrem Garten, habe ich noch ein paar Gläser Apfel-Hagebutten-Marmelade und mit den restlichen eingefrorenen Blaubeeren - ich liiieebe Blaubeeren - ein paar Gläser Apfel-Blaubeeren-Marmelade eingekocht. Apfel-Hagebutte habe ich bereits probiert, die ist absolute Spitzenklasse und von meiner Schwiegertochter erreicht mich bereits die Nachricht, dass die Hagebutten-Marmelade sofort am nächsten Tag zum Frühstück probiert und für Sehr-Lecker befunden wurde. 

 

Vom Früchte sammeln bis zur fertigen Marmelade hat es viel Spaß gemacht und ich frage mich, warum habe ich so lange keine Marmelade eingekocht? Zuletzt habe ich meistens nur Chutneys eingekocht. Ich glaube ich habe eine alte Leidenschaft wieder entdeckt. Fazit: das sollte ich öfter mal machen!


Hagebutten - Marmelade

Zutaten
1 kg Hagebutten (geputzt ca. 850 g)
für den Sud:
1 liter Wasser oder Weißwein
ich mische Wasser und Weißwein halb und halb
1 Zitrone in Scheiben
5 Nelken und 5 Pimentkörner
2 Zimtstangen
in das Mus:
Wasser oder Weißwein zum Auffüllen
gepresster Saft einer Zitrone

Zubereitung
siehe Text und Bilder oben. 
Das Hagebuttenmus muss vor dem Einkochen ggf noch einmal aufgefüllt werden. 
Bei der angegebenen Menge sollte das Mus mit Wasser und/oder Wein noch einmal auf ca. 1500 g auf gefüllt werden. Je nach Menge der Früchte die ihr verabeitet, müsst ihr eben die anderen Zutaten hoch rechnen. Danach dann die Gelierzuckermenge berechnen.


Ich kann nur sagen, LECKER und meine Freundin und ich überlegen gerade, noch einmal ab in die Hagebutten zu stapfen, da waren ja noch so viele....
 Meine Hagebutten-Marmelade verlinke ich noch bei Pamelopee

Außerdem möchte ich mich für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag bedanken. Das Frühstücksset aus meiner Blogger-Geburtstagsverlosung ist mittlerweile auch bei der Gewinnerin angekommen und ich bekam eine liebe Mail dazu. Vielen Dank.

Liebe Grüße und eine schöne Woche
Carolyn