Diese Woche kam der Winter zurück. Die Temperaturen sind schon eine Weile ziemlich eisig, am Dienstag Morgen durfte ich dann mein Auto frei kratzen. Es war nicht viel Schnee gefallen, aber auch eine leichte Puderschicht macht doch gleich alles viel schöner. Die Geräusche sind gedämpft und die Natur vermittelt ein Gefühl von Ruhe. Allerdings war alles ordentlich gefroren.

Auf den Straßen gab es Eisglätte und die Verkehrsmeldungen im Radio vermeldeten unzählige Unfälle. Ich kam gut aus der Einfahrt auf die schneebedeckte und daher nicht glatte Straße unserer kleinen Siedlung hier, allerdings führt alles bergab. Am Ende der Straße abgebogen und dann etwas steiler bergab um die Kurve auf die Ampel zu ... holladiwaldfee ... ich war da schon nur im Schritttempo unterwegs, trotzdem schaffte ich es nur knapp noch an der roten Ampel stehen zu bleiben, mit den Vorderreifen schon gut über die Haltelinie hinaus. Über die Kreuzung auf die Brücke und hinaus aus der Stadt, das war kein Problem, denn die Bundesstraße war geräumt und gestreut. Allerdings muss ich nach wenigen hundert Metern auf die Landstraße abbiegen und von dort aus über Land auf die Ostsee zu. Hier lag etwas mehr Schnee und es war weder geräumt noch gestreut. Als mir auf der durch eine Baustelle sowieso schon verengten Straße auch noch der Bus entgegen kam, blieb mir nur am vereisten Straßenrand stehen zu bleiben. Von dort wieder anzufahren war nicht so einfach, aber ich habe ja schon eine Menge Winter erlebt und dieses Problem im zweiten Gang und behutsamem Umgang mit der Kupplung gemeistert.

In der Mittagspause wollte ich ein paar Schritte am Hafen entlang laufen, aber es war so eisig, dass ich nur schnell einige Fotos gemacht und ein paarmal tief ein- und ausgeatmet habe um mein Hirn wieder mit frischem Sauerstoff zu versorgen.
Blick in die eine Richtung und in die andere ...
... und das bekannte Motiv,
hier allerdings die Perspektive ein bisschen verlagert.
Für den 12tel Blick hatte er sich mir nicht im Winterkleid gezeigt ...
In der Nacht zu Mittwoch kam wieder etwas Schnee runter, der wurde allerdings bis zum frühen morgen durch Sturmböen wieder vom Auto gepustet. So musste ich lediglich ein wenig Eis kratzen. Die Straßen waren nicht mehr glatt und ich kam gut ins Büro. Am späten Vormittag gab es dann heftiges Schneegestöber.
Als ich abends nach Hause fahren wollte, war mein Auto ein Eisklotz und die Kofferraumklappe ließ sich erst nach mehrmaligem rütteln und ruckeln öffnen. Da musste ich aber ran, denn darinnen lagen der Eiskratzer und das Enteisungsspray (habe ich noch nie gekauft, das war ein Geschenk und ich war wirklich sehr froh darüber). Nach einer Weile war mein Auto fahrtüchtig und ich kam gut nach Hause. Dort habe ich erst einmal sofort die Schränke durchgewühlt, denn ich war überzeugt noch eine etwa hundert Jahre alte Dose Vaseline zu haben, die ich seinerzeit zum Einfetten der Dichtungen der Autotüren gekauft hatte. Ich fand sie aber nicht, ich muss sie wohl beim letzten Umzug entsorgt haben.
In der mondklaren Nacht zu Donnerstag fielen die Temperaturen auf frostige -6°C, dafür zeigte sich der Tag dann mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein.
Sonnenaufgang
Im Laufe des Vormittags musste ich zu einem Meeting und war auf dem Weg dorthin von diesem Anblick begeistert. Klare Luft und spiegelglattes Wasser im Hafenbecken von Olpenitz.
Durch die Sonne war die Luft relativ trocken
und so brauchte ich zum Feierabend erstmals seit Tagen keine Autoscheiben frei kratzen.
Am Freitag war Home-Office-Tag, das war auch gut so, denn über Nacht sind gute vier Zentimeter Neuschnee gefallen. Bei den Plus-Temperaturen haben die sich aber auch teilweise wieder verflüchtigt.
Nun wird das Wochenende genossen, wir haben eine Familienfeier,
dazu gibt es nächste Woche einen Beitrag.