Dienstag, 15. Februar 2022

Ein bisschen Normalität

Hallo liebe Blogger. Ich bin seit gestern in der Schmerzklinik. Nachdem mein Aufenthalt hier im letzten Sommer so erfolgreich war, habe ich die Möglichkeit zu einem zehntägigen "Refresher" wahr genommen. Das bedeutet noch einmal das multimodale Rundumpaket. Seit gestern früh bin ich also hier. Viele aus dem netten Team von Ärzten, Pflegepersonal und Physio-/Ergotherapeuten haben mich auch wiedererkannt. Mein "Stundenplan" füllt sich langsam und wird immer bunter. 

Ich habe eine nette Zimmerkollegin, wir könnten Zwillingsschwestern sein, so ähnlich sind wir uns. Nicht nur, dass wir am gleichen Tag Geburtstag haben - das fiel der Ärztin heute früh bei der Visite auf - lediglich ein Jahr auseinander sind, auch so Angewohnheiten wie z.B "ich hab's lieber kühl" und "ich schlafe am liebsten bei offenem Fenster" und weitere persönliche Dinge sind bei uns gleich. Beim Mittagessen heute haben wir festgestellt, dass wir beide Curry lieben und Zimtjunkies sind. Ich habe gestern meine Stricknadeln ausgepackt und sie ihre Häkelsachen... das macht Spaß und ist auch ganz lustig. 

Bevor ich in die Klinik kam, habe ich letztes Wochenende noch einmal das Leben genossen. Das Leben, das so ganz langsam wieder zurück kehrt. Ich war nämlich letzten Samstag auf einem Konzert. Schon am Eingang bekam ich einen Stempel auf die Hand - hach, fast so wie früher, ein tolles Gefühl.


Das Konzert fand im ältesten Haus in unserer Stadt, dem Schollbrockhaus, statt. Das "Central Park Duo", eine Simon & Garfunkel Cover Band, habe ich vor zwei Jahren schon Open Air hier im Schlosshof gesehen und war von den Stimmen und der Musik total begeistert. 



Zwei Männer, ihre Gitarren und guter alter Folk... genau mein Ding. Es war mit ungefähr 40 Gästen super gemütlich in dem kleinen alten Fachwerkhaus. Durch diesen kleinen Kreis, waren Künstler und Publikum in ständigem Austausch. Wenn die Musiker etwas zum geschichtlichen Hintergrund eines Songs erzählt haben, gab es durchaus eine Info oder kleine Geschichte von einem der Gäste dazu. Das machte den Abend sehr persönlich und interessant.


Es war ein sehr schöner Abend, der zudem auch gut für die Seele war. Ich habe mir dann noch ein Ticket für einen Scottish Folk Music Abend im März gekauft. Darauf kann ich mich nun freuen. 

Liebe Grüße an euch
Carolyn

Donnerstag, 10. Februar 2022

Genähte Teebeutel

Ich trinke viel Tee, üblicherweise Schwarztee. Im Büro nutze ich den herkömmlichen Teebeutel-Tee, zu Hause aber losen Tee. Irgendwann habe ich im Internet genähte wieder verwendbare Teebeutel entdeckt, was ich sehr nachhaltig finde. Aus einem einfachen dünnen Baumwollstoff habe ich dann probelweise Teebeutel genäht, dabei die Naht nach außen genommen, damit sich der lose Tee nicht darin verfängt. 


Ich habe erst einmal zwei größere und zwei kleinere Beutel genäht um auszuprobieren was am Besten funktioniert. Den oberen Rand habe ich nach außen umgeschlagen, festgesteppt und auf beiden Seiten je ein kleines Knopfloch eingearbeitet.


Die Idee ist, durch die Knopflöcher einen Holzspieß zu stecken 


und diesen quer über die Tasse zu legen.


Ich bin damit recht zufrieden und habe sie meinem Bruder - ebenfalls leidenschaftlicher Teetrinker - gezeigt. Er stellte die Frage, wie das denn bei dem Stoff mit dem Aroma wäre. Das würde doch bestimmt anders schmecken als im "normalen" Teebeutel. Geht da nicht das Aroma verloren? Von wegen "Aromaporen" und so? Ich musste zugeben, dass ich mir darüber überhaupt keine Gedanken gemacht hatte.


Also habe ich mit dem selbst genähten Teebeutel (links im Bild) 
dem handelsüblichen Papier-Teefilter (Mitte) 
und einem gekauften wiederverwendbaren Teesäckchen (rechts) 
eine Verkostung durchgeführt.


Jede Tasse bekam die gleiche Menge Tee, 
die gleiche Menge Wasser 
und natürlich die gleiche Ziehzeit.


Dann habe ich die drei Varianten verkostet und konnte 
geschmacklich keinen Unterschied feststellen.


Was mir aber aufgefallen ist, dass die Schicht der ätherischen Öle an der Oberfläche in der Tasse mit dem Papierfilter am Größten und in der Tasse mit dem gekauften wieder verwendbaren Teebeutel am Geringsten war.


Ich werde meine selbst genähten Teebeutel also gerne nutzen, der Tee schmeckt und ich habe eine Müllquelle weniger. Mittlerweile hebe ich sogar die aufgebrühten Teeblätter auf, lasse sie kalt werden und trocknen. Wenn sie dann noch einmal mit heißem Wasser überbrüht und durch ein Sieb gegossen  werden, ergibt das eine gute Haarspülung für dunkle Haare. Bei blonden Haaren besser Kamillentee nehmen. 

verlinkt bei:


Dienstag, 8. Februar 2022

Aufräumaktion 2022 Teil II

Weiter geht es mit der Aufräumaktion mit dem Küchenregal. Das passierte ganz plötzlich einfach so zwischendurch nachdem ich die Weihnachtstassen und -deko wieder verpackt und die normalen Tassen und Dosen wieder einsortiert hatte. 


Ich habe alle Schübe rausgezogen - was ein Durcheinander - und erst einmal alles ausgeschüttet.


Notizzettel kamen in die Zettelbox auf der Kommode, 
Rezeptkarten in die Hülle an der Türinnenseite des Backschranks. 


Die Samentütchen kamen aus dem Schub raus, 
in eine kleine Dose und wanderten in einen Schrank.


Die Teebeutel standen in den Verpackungen immer im Regal, was mich eh gestört hat. Sie sind nun aus der Verpackung raus. Ich habe die langen Teebeutel halb gefaltet und so passen sie in einen Schub. Links sind selbstgenähte Teebeutel, dazu mache ich noch einmal einen separaten Post, rechts gekaufte wieder verwendbare Teebeutel. (Unsinnigerweise waren die nachhaltigen wieder verwendbaren Teebeutel in einer Plastikverpackung ....)


Nun ist alles durchsortiert und neu eingeräumt: Zahnstocher und Pickles-Piekser, sowie das Garn für Rouladen etc, darunter die Holzspachtel vom Raclette. Ein Schub mit Verpackungsclips jeglicher Art, Handtuch-Clips sowie Klebehaken. Ein Schub mit Brillen-Putztüchern und einigen Medikamenten, an die ich öfter zwischendurch mal dran muss (die gesamten Medikamente lagern woanders). 


Ein Schub mit Batterien, in einen Schub sind die ganzen Flaschenöffner, Korkenzieher und Sekt- und Wein-Flaschenverschlüsse gewandert. Im sechsten Schub sind nun die Teebeutel. Die aus Papier gefaltet und vorne die Wiederverwendbaren gerollt.


In dieser Reihenfolge wandern die Schübe wieder ins Regal, ich überlege, ob ich für den Anfang Post Its auf die Schübe mache bis ich mich daran gewöhnt habe wo was ist, denn geblieben sind nur die linke und die beiden rechten wie sie vorher waren. 


Aussortiert wurden diese Sachen: Büroklammern, Taschentücher etc wanderten dorthin, wo sie eigentlich aufbewahrt werden, leere Verpackungen wurden entsorgt.


Diese Sachen wanderten nach kurzer Überlegung komplett in den Müll. Die Dosierlöffel (wo auch immer die her kommen) sind zu lang für meine Vorratsdosen, lediglich einer wanderte in das Salzglas. Die 50er Kerze habe ich nach einigem Überlegen auch entsorgt. Sie war letztes Jahr auf der Torte meines Bruders, wurde, da Corona keine große Feier zu ließ, kurz angebrannt und ausgepustet. Der nächste 50. Geburtstag in unserer Familie ist .... in 16 Jahren, mein Sohn hui. Dafür hebe ich sie nicht auf, schon gar nicht, weil sie angebrannt ist. Der Mini-Salzstreuer hat keinen Deckel mehr, ich dachte der ist ja süß vielleicht für Mini-Blümchen, abgebrochenen Blüten oder so aber mal ehrlich, ich habe ihn nie dafür benutzt. Gezählt habe ich nicht, wie bereits erwähnt, die Anzahl der Teile ist mir egal.


Nun herrscht hier wieder Ordnung innen und außen.


Das tut gut und ging ganz schnell (mit Ausnahme des Falten der Teebeutel - grins).

Ich verlinke zu Valomeas Linkparty 

Sonntag, 6. Februar 2022

Was geht denn hier ab!

Achtung Werbung wegen Firmen-Nennung

Manchmal frage ich mich wirklich: was geht denn hier ab. Sind die Menschen alle verrückt geworden? Gibt es noch so etwas wie Anstand, Höflichkeit, Benehmen? Ich habe gelernt zu Grüßen, Bitte und Danke zu sagen und mich höflich und anständig zu benehmen. Ich glaube immer mehr, ich gehörte einer aussterbenden Rasse an. 

Was geht denn hier ab!

Eine kleine - leider wahre - Geschichte aus dem meinem Leben

Letzte Woche habe ich euch die Stoffe gezeigt, die ich für den Quilt meiner Tochter gekauft habe. Als sie den Wunsch für diesen Quilt geäußert hatte, war gleich klar, sie bezahlt die Materialien, denn das ich so einen Quilt nicht mit billigen Patchworkstoffen sondern nur mit guten Quiltstoffen nähe ist ja klar. Sie hat die Stoffe für das Regal und den Hintergrund ausgesucht, mir Geld gegeben und gesagt, kauf was du für den Quilt brauchst. Also habe ich (schon im letzten Jahr) die Stoffe gekauft, auch im Internet in diversen Quiltshops. Eines dieser Stoffpakete wurde von meinem Vermieter und Nachbar, der auch hier im EG wohnt, angenommen (ich war nicht zuhause). Da ich eine DHL Kundenkarte habe, bekam ich sofort eine email und konnte es auch in der App nachverfolgen: Das Paket wurde an Nachbar X übergeben. Auf dem Nachhauseweg freute ich mich schon auf die Stoffe und als ich heimkam lag nichts vor meiner Wohnungstür. Üblicherweise werden hier im Haus Lieferungen, die für Nachbarn angenommen werden, vor die Wohnungstüren gelegt. Es gibt hier inkl. Dachgeschoss 3 Etagen = 6 Wohneinheiten (inkl. dem Vermieter). Das Haus hat eine Sicherheitsanlage, Kameraüberwachung, Haustüröffnung per Pincode. Als ich nun nach Hause kam, lag nichts vor meiner Wohnungstür. 
Ich habe also bei meinem Vermieter angeschellt und nach meinem Paket gefragt. Er sagte, er habe es vor meine Wohnungstür gelegt, könne ja nicht sein, dass es weg sei. Seine Frau hat im Vorgarten gearbeitet und die Haustür dabei längere Zeit offen gelassen. Paket weg - er hat mir nicht geglaubt, dass es da nicht lag. Er mich tatsächlich gefragt, woher ich denn wüsste, dass er das Paket angenommen habe, wenn es da doch "angeblich" nicht lag. Ich habe ihn dann erst einmal darüber aufgeklärt, dass ich als DHL Kunde jedes Mal eine Nachricht bekomme, sobald meine Pakete unterwegs oder ausgeliefert sind. Ich habe einen Zettel im Hausflur aufgehängt und die Nachbarn gefragt ob jemand das Paket gesehen hat. Es hat sich niemand gemeldet. 
Daraufhin habe ich bei der Polizei angerufen und gefragt, wie ich mich verhalten solle, ob eine Anzeige Sinn machen würde. Die Antwort war: auf jeden Fall. Kommen Sie vorbei. Ich bin also am nächsten Tag zur Polizei, habe alles zu Protokoll gegeben, musste noch ein zweites Mal hin um den Ausdruck der Auftragsbestätigung und des Versandes des Quiltshops sowie einen Ausdruck von der DHL Benachrichtigung vorbeibringen. Ich habe meinen Vermieter anschließend informiert, dass ich eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt hätte und er sagte, dass er ab jetzt keine Pakete mehr für mich annehmen würde. Wenn die dann angeblich verschwinden würden.... Er hat mir tatsächlich unterstellt, ich hätte das Paket erhalten und würde jetzt lügen. Ich habe darauf geantwortet, dass ich auch nicht mehr möchte, dass er etwas für mich entgegennimmt. Von dem Moment an habe ich bei DHL eine automatische Umleitung an die nächste Packstation eingerichtet. Alles was ich nicht direkt zur Packstation bestellen kann aber mit DHL kommt, geht nun automatisch dorthin. Das funktioniert allerdings nicht, wenn ein anderes Versandunternehmen im Spiel ist. Alternativ habe ich mir mal etwas ins Büro oder zu meiner Mama oder Tochter schicken lassen. 
Die Anzeige bei der Polizei hätte ich mir sparen können, denn nach vier Wochen bekam ich einen Brief von der Staatsanwaltschaft: Das Verfahren wurde eingestellt..., mit der Begründung - jetzt haltet euch fest: "Der Täter hat sich nicht gemeldet" - ich habe mir echt die Frage gestellt, ob das ein Scherz sein soll?! Der Täter hat sich nicht gemeldet - nein wirklich?! So ein Schlingel. Da hat die Polizei gewartet, ob der Täter vielleicht vorbei kommt und sagt er habe das Paket geklaut? Also, auch wenn die Polizei sagt, kommen sie vorbei, auf jeden Fall zur Anzeige bringen - nein, macht das nicht, das bringt eh nix.
Darum geht es aber eigentlich nicht. Es geht um das Verhalten meines Vermieters, welches er anschließend an den Tag gelegt hat. Einige Zeit später ereignete sich Folgendes: Ich komme von der Arbeit nach Hause, habe meinen Schlüssel noch nicht ganz in der Wohnungstür, geht hinter mir die Tür meines Vermieters auf und er schnauzt mich an: Ich solle gefälligst der Briefträgerin sagen, dass sie hier nichts vor meine Tür legen soll. ??? Ich erkläre ihm, dass ich das nicht kann, die Dame sehe ich nie, das kann ich auch bei der Post nicht hinterlegen. Pakete von DHL würden umgeleitet, das hätte ich veranlassen können, mehr aber auch nicht. Er könnte ja auch sagen, dass er nichts für mich annimmt wenn ein Bote bei ihm schellt, das wäre ja in Ordnung. Darauf hin schnauzt er wieder, das wäre ihm alles egal, ich solle das der Briefträgerin sagen, die hat hier gefälligst nichts auf meine Fußmatte zu legen. Ich frage ihn, wie ist denn die Briefträgerin ins Haus gekommen? Seine Antwort: seine Frau hat den Vorgarten gepflegt, da stand die Haustür offen und da muss die Briefträgerin das auf meine Fußmatte gelegt haben. Dann hat er dieses Päckchen von meiner Fußmatte entwendet und an sich genommen. (Das ist meiner Meinung nach schon Diebstahl, weil er bewusst und mit Absicht eine Sendung die vor meiner Tür lag und auf der mein Name stand einfach an sich genommen hat). Er hielt dieses Päckchen hinter sich so, dass ich es kaum sehen konnte und sagte, er würde es mir nur geben, wenn ich ihm quittieren würde, dass ich es bekommen habe.... ICH sollte ein Schreiben fertig machen, vorher bekäme ich das Paket nicht (es war eine kleine Warensendung). Ich habe also per Hand eine Quittung ausgestellt, er nahm mir die Quittung aus der Hand, stand in seiner Wohnung, hatte Quittung und Päckchen in der Hand und ich dachte: super, wenn der jetzt die Tür zu macht, hat er Quittung und Päckchen. Erst nachdem er seine Brille gefunden und die Quittung gelesen hatte gab er mir die Sendung und schnauzte mich erneut an: die Briefträgerin solle gefälligst nichts mehr vor meine Tür legen. Ich habe dann geantwortet, dass ich das nicht könne und er solle als Vermieter dafür sorgen, dass die Haustür nicht stundenlang offen steht, so dass jeder einfach ins Haus kann. 
Seitdem grüßt er mich nicht mehr - völlig lächerlich - ein kindisches oder bei ihm wohl eher altersstarrsinniges Verhalten eines 80 jährigen Cholerikers. Mir macht es allerdings besonders Spaß jedes Mal wenn ich ihm begegne freundlich zu Grüßen, ein zweites Mal etwas lauter zu Grüßen (könnte ja sein, dass er es nicht gehört hat :-) )und dann laut so vor mich hin zu reden "tja, Höflichkeit und Benehmen sind eben nicht jedem gegeben". Irgendwann habe ich die Briefträgerin Samstags mal gesehen und sie gebeten, nichts auf meine Fußmatte zu legen, was nicht in den Briefkasten passt bitte in der Filiale zu hinterlegen, ich würde es dann dort abholen. Ich habe ihr erklärt warum und mich dafür entschuldigt, ich kann ja auch nichts dafür. Sie schüttelte nur den Kopf... verständlicherweise.
Zuletzt gab es zwei Vorfälle der besonderen Art:
Ein Hermes Bote stand abends vor meiner Tür, ein sehr netter Mann, der mich fragte, was denn mit meinem Nachbarn los wäre. Er sei tagsüber schon einmal hier gewesen, habe bei den Nachbarn geschellt und wurde ins Haus gelassen, als er das Paket vor meine Tür legen wollte, wurde er von meinem Vermieter beschimpft, er solle gefälligst nichts vor meine Tür legen, er solle machen, dass er aus dem Haus käme, hier würde nichts für Frau D. abgegeben. Ich habe mich bei dem netten Boten entschuldigt und gesagt: "der ist leider immer so". Ich musste dem Boten zustimmen, der sagte, Nachbarn sollten doch füreinander da sein, man sei doch eine Hausgemeinschaft. Ja, nur eben nicht wenn einer im Haus so austickt. Ich habe dann mit ihm vereinbart, wenn er mich nicht antrifft, das Paket im nächsten Paketshop / Kiosk abzugeben, ich würde es mir dann dort abholen. 
Am letzten Freitag Abend kam ich nach der Arbeit nach Hause und wenig später klingelte es an der Tür. Ein sehr netter Amazon Bote stand da mit einem kleinen Päckchen für mich. Er erzählte mir folgende Begebenheit: Er war tagsüber hier, hatte geschellt und die nette Nachbarin von oben habe ihm die Tür geöffnet. Er hatte das Paket gerade vor meiner Wohnungstür auf meine Fußmatte gelegt, da flog die Wohnungstür meines Vermieters auf. Mein Vermieter beleidigte den Boten, solche Typen wie er wären Schuld, wenn geklaut würde!!! - und er schrie durch das Treppenhaus nach oben, zu der Nachbarin die so freundlich war und dem Boten geöffnet hatte, er hätte doch schon öfter gesagt, dass niemand hier im Haus einem Boten mit einer Sendung für mich öffnen soll. Der Bote hat das Paket trotzdem vor meiner Tür liegen lassen und ist gegangen. Als er am Auto war, ging die Haustür auf und mein Vermieter hat das an mich adressierte Paket, das vor meiner Wohnungstür stand, einfach raus auf die Straße geschmissen! Der Bote hat es dann wieder an sich genommen und kam eben abends noch einmal zu mir. PUH! Ich habe mich mehrmals bei dem Boten entschuldigt und ihm erklärt, dass der alte Mann leider verwirrt sei und mit jedem Boten so unverschämt umgehen würde. Der Bote tat mir wirklich leid. 

Nun sitze ich hier und überlege was ich tun soll. Als erstes schreibe ich mir diesen Frust einmal hier von der Seele und dann - ich denke, ich werde meinem Vermieter einen Brief schreiben. So geht das nun wirklich nicht. Außerdem habe ich im A-Shop als Lieferanweisung für die Pakete die nicht per DHL kommen hinterlegt, dass nichts bei Nachbarn abgegeben und nichts vor meine Wohnungstür gelegt werden darf. 
Außerdem möchte ich dazu noch einmal sagen, ich bekomme ja nicht täglich oder wöchentlich ständig Pakete, also ab und zu - ja, aber nicht mehr als normal. 

Abgesehen davon: was muss ich von so einem Choleriker halten? Er war auch schon in anderen Fällen unverschämt und hat mich - grundlos - angeschnauzt. Wenn ich könnte, würde ich hier sofort ausziehen! Aber das geht nun mal finanziell nicht und da es in diesem Jahr eventuell noch andere Veränderungen geben könnte, wäre jetzt erst recht der falsche Zeitpunkt. 

Ich schicke das jetzt noch zum Samstagsplausch. Ich habe da ja schon die Quidditch-Socken, der Post war vorbereitet für dieses Wochenende. Aber ich möchte diese Geschichte, bzw. diese Ereignisse auch noch mit euch teilen. 
Nun mache ich noch einen kleine Spaziergang, ich brauche dringend frische Luft... oh ja bei frische Luft fällt mich noch etwas ein: 
Ich bekam kürzlich eine Abmahnung meines Vermieters. Ich lüfte zu viel! Er hat die offenen Fenster fotografiert um das im Falle eines Rechtsstreits dokumentieren zu können.... durch das viele Lüften kann die Wohnung nämlich schimmeln ... Noch Fragen? ....
Ich hatte im Leben noch nie Schimmel in einer der Wohnungen in denen ich gewohnt habe und ich hatte auch noch nie Probleme mit meinen Vermietern...



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Samstag, 5. Februar 2022

Quidditch-Socken

Meine Tochter hat mir das Harry Potter Strick-Buch damals direkt mit vielen Klebezettelchen geschenkt :-). Im Dezember habe ich noch die gewünschten Quidditch-Socken in den Hufflepuff Hausfarben angenadelt ... leider viel zu knapp vor ihrem Geburtstag, denn ich musste sie dreimal wieder aufribbeln. Ich habe zwar schon öfter Socken mit Farbwechselmustern gestrickt, aber noch nie so komplett. Irgendwie wurde es immer zu eng - also noch einmal aufgeribbelt und ein paar Maschen mehr angeschlagen. Was bei so einem Muster nicht einfach ist, denn da müssen gleich zwei Farbblöcke mehr dazu. Irgendwann hatte ich es so weit, dass der Fuß passte. Dann blieb der Socken aber über die Feiertage liegen und dann war ich krank. Nun habe ich das UFO wieder hervor geholt, denn sie müssen ja endlich mal fertig werden. Normalerweise habe ich an einem Abend einen Socken fertig, aber diese Farbwechsel brauchen einfach viel mehr Zeit, auch weil ich nach jedem Wechsel prüfe ob der mitgeführte Faden nicht wieder zu straff ist. 


Die Socken sollten länger werden und müssen dann auch etwas weiter werden wegen der stabileren Waden. Einfach zunehmen ist ja auch nicht, dann verändern sich die Blöcke - nun hat der Socken schon mal die richtige Länge und ich denke dieses Wochenende wird das Bündchen noch fertig. Wenn er dann gut passt (hoffentlich, denn es sieht schon sehr weit aus oben), kann ich den zweiten stricken. Ich denke, der geht dann viel schneller, da weiß ich gleich wie viele Maschen und habe mich mittlerweile in die Farbwechselei eingestrickt. 


Nun gibt es eine schöne Tasse Tee und dann geht's mit dem Strickzeug auf die Couch.
Ein schönes Wochenende.

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Donnerstag, 3. Februar 2022

Aufräumaktion 2022 Teil I

Bei Valomea heißt es wieder "Weniger ist mehr - 1000 Teile raus". Mir geht es nicht unbedingt darum 1000 Teile auszumisten, sondern einmal durch alle Schränke, Schübe und Regale zu sortieren. Eigentlich habe ich das grundsätzlich jedes Jahr im Februar gemacht. Nacheinander alle Schränke ausgeräumt, geputzt und neu einsortiert - dabei aber auch nicht mehr benötigte Sachen entsorgt. Wobei entsorgt nicht unbedingt heißt in den Müll entsorgt, das kann auch je nachdem die Kleiderkammer, Kleidercontainer, Bücherschrank, Second-Hand-Laden etc. gewesen sein. Zuletzt habe ich das kurz vor meinem Umzug im Februar 2020 gemacht, im vergangenen Jahr ist es durch meine Erkrankung ausgefallen. Nun muss es aber gemacht werden und angefangen habe ich am 27.12. - ok ich schummel jetzt ein wenig - aber diese kleine Jahresendaktion war nötig. Ich habe für die Geburtstagstorte meiner Mama nachschauen wollen, was noch so alles vorhanden ist und hatte eigentlich nur Chaos. Kurzerhand habe ich alle Sachen rausgekramt und die Kisten ausgeschüttet.

Dann habe ich alles wieder neu sortiert

und die Kästen provisorisch beschriftet. Ich muss mir noch schöne Schilder machen.

Den Schrank ausgeputzt und wieder neu eingeräumt.
Hier fehlt das vorher Bild, aber ihr dürft mir glauben, das war chaotisch.


Aussortiert wurden ein paar alte vertrocknetet Lebensmittelfarben, 
ein Töpfchen alte farbige Kuvertüre sowie ein paar abgebrochene Modellierstäbchen.

Der Schrank ist sauber und aufgeräumt... immer noch :-) 



Dienstag, 1. Februar 2022

Mein Jahresprojekt: Harry Potter Bookcasequilt

Mein Jahresprojekt ist der Harry Potter Bookcase Quilt. Als ich meiner Tochter die Bilder von Ulrikes Quilt gezeigt habe, bekam sie glänzende Augen und hat den Quilt sofort bei mir in Auftrag gegeben. Die Stoffe habe ich auch schon zusammen - abgesehen vom Borderstoff und Backing. Zuerst benötige ich ja nur die Stoffe für die einzelnen FPP Blöcke. 


Ich habe unterschiedliche Stoffe in verschiedenen Farben gekauft von denen ich denke, dass sie für die einzelnen Blöcke passen. Dieser linke grün gemusterte Stoff ist doch wohl ein Traum oder? Der Stoff hat mich sofort sofort an einen Kräutertrank erinnert. Dazu zwei passende Kombistoffe. 


Genau wie der grüne Stoff, fand ich den lila gemusterten passend.
In der Realität ist er dunkler, ich musste mit der LED Lampe ausleuchten weil es so dunkel ist. 


Genauso ging es mir mit dem blau gemusterten Stoff.


Silbergrau, Weiß (leicht in sich gemustert) und der schöne Schwarze, 
der macht sich bestimmt gut als Kessel :-) 


Diese beiden sind für das Regal und die Rückwände in den Bücherfächern.


Braun und blau marmorierte Stoffe für alte Bücher.


Diese Stoffe kann ich bestimmt auch für dieses Projekt gebrauchen. 


Noch zwei helle beigefarbene Stoffe für Bücher-Innenseiten oder so ....


und natürlich die Hausfarben aus dem Wappen.


Die Vorlagen liegen alle bereit, ich kann also beginnen.


Ich bin gespannt, wie viele Jahresprojekte das werden :)
Ich starte jetzt damit bei Frau Zitronenfalterin in ihrer Jahresprojekt Aktion.

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